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Geschichten um ein besonderes Ehrenamt

Nikolaus tritt vor Kindern im Landkreis Ebersberg auf
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Als Nikolaus ist auch Improvisationstalent gefragt

Launische Haustiere, schiefe Töne auf der Geige und schlagfertige Kinder – ein Nikolaus kann so einiges Berichten. In unserer Rubrik „Ehrenamt im Landkreis“ lassen wir einen zu Wort kommen

Landkreis – Wie können wir die dunkle Jahreszeit verkürzen, haben sich vor vielen Jahren Menschen gefragt und Lösungen gefunden. Eine davon ist der Auftritt des Nikolaus. Die erste Frage des Nikolaus ist: „Wo kann ich mich ungestört umziehen?“. Die Zweite: „Wann ist mein Auftritt?“. Die Kinder warten schon gespannt in den Zimmern, der Mäuse-, Spatzen- oder Regenbogengruppe.

Gedichte wurden gelernt und Geschenke in einem großen Sack gesammelt. Gespannt sitzen die Kindergartenkinder auf ihren kleinen Stühlen, mit in dem Stuhlkreis der Kindergärtner Jonathan mit einer Gitarre griffbereit für den lange schon eingespielten Auftritt. Es klopft an der Tür. „Klopf, Klopf!“, klingt es von der schweren Tür in den lichtdurchfluteten Gemeinschaftsraum.

Dann der große Auftritt auf den die Jüngsten seit Monaten hin fiebern. „Hallo Zusammen, bin ich hier richtig in der Mäusegruppe?“, fragt der betagte aber sehr freundliche Herr Nikolaus in roten Gewand und langen Bart. Nichts rührt sich, bis sich die Münder wieder schließen. Diesen Moment für sich einzufrieren, die leuchtenden Augen und die Erwartungshaltung diese besondere Situation, macht dieses Ehrenamt „Nikolaus“ zu etwas ganz besonderem.

Was macht einen guten Nikolaus aus? Die Optik muss passen, auf jedes Detail achten die Kinder mit ihrer natürlichen Beobachtungsgabe und eine gewisse Schlagfertigkeit ist gefragt. „Hallo Nikolaus ich bin der Seppi!“, Seppi, fünf Jahre alt, steht von seinem Stühlchen auf und fragt den Nikolaus, der es sich schon in der Runde auf einem Kinderstuhl mehr oder weniger bequem gemacht hat: „Wo ist dein Schlitten und die Renntiere, lieber Nikolaus?“. „Die stehen im Garten!“, so die Antwort des hohen Besuches.

Seppi, geht darauf direkt ohne weiteren Worte zum großen Fenster und schaut über den Sichtschutz mit abgedeckter Fläche, stellt sich auf die Zehenspitzen und sagt: „Nikolaus, da is nix!“. Die Kindergärtnerinnen schauen sich verdattert an und bevor sie reguliert eingreifen, spricht die sensorische Stimme des Nikolaus: „Seppi jetzt haben wir ein Problem!“. Seppi setzt sich wieder auf seinen Platz und fragt: „Warum?“. „Ja weist Du, den Schlitten sieht man nur, wenn Du in diesem Jahr weder gelogen noch geschummelt hast!“. Daraufhin Seppi, mit sehr nachdenklichen Gesichtszug: „Ja, hab`n scho g´sehn!“.

Von solchen Momenten kann ich viele Erzählen, von launigen Haustieren, schrägen Klängen an der Geige, von großen Augen und weichen Gesichtszügen von strengen Zeitgenossen. Es sind meist die kleinen Dinge im Leben, die glücklich machen und die Freude am Leben entfachen. Ich kann es nur jedem Empfehlen sich auf das Ehrenamt einzulassen, seine Talente in der Gesellschaft einzubringen und daran zu wachsen und zu erfreuen. Viel Spaß dabei! Die Rubrik „Ehrenamt im LKR Ebersberg“ stellt im 14tägigen Rhythmus Ehrenamtliche aus den verschiedensten Vereinen und Organisationen mit ihrem Engagement vor.

Wenn auch Sie sich mit Ihrem Engagement in dieser Rubrik vorstellen möchten, Sie Fragen oder Interesse am Ehrenamt haben, finden Sie nähere Infos unter www.ehrenamt.lra-ebe.de. Wir freuen uns auch über Ihre E-Mail an: demografie@lra-ebe.de

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