Ehrung

Feldgeschworene im Landkreis Ebersberg ausgezeichnet

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Anton Groß (li.) und Landrat Robert Niedergesäß (4.v.l.) gratulierten den Ausgezeichneten: Kaspar Kronester, Georg Riedhofer, Josef Straßer Josef Vogl, Egid Mai, Konrad Lutz und Adolf Bachmeier.

Die ehrenamtlichen Feldgeschworenen leisteten 150 Jahre für Oberpframmern und 40 für Pliening

Landkreis – In einer Feierstunde ehrte Landrat Robert Niedergesäß die im Landkreis Ebersberg tätigen Feldgeschworenen mit einer Urkunde des bayerischen Finanzministers Albert Füracker. Wer einmal von dem Bürgermeister seiner Heimatgemeinde als Feldgeschworener vereidigt wurde, der hat sich sein Leben lang dazu verpflichtet Feldgeschworener zu sein. Dabei gilt es auch das so genannte Siebener-Geheimnis nicht preiszugeben. 

Feldgeschworene haben in Bayern eine lange Tradition. Diese soll im 13. Jahrhundert entstanden sein, da im fränkischen Raum, wo die Grundstücke wohl eher von kleinerem Format waren, die Obrigkeit vertrauenswürdige Männer, die Feldgeschworenen, zur Regulierung von Grundstücks-Streitigkeiten einsetzte. Mit dem Erlass des Abmarkungsgesetze im Jahr 1900 wurden feste Grenzsteine gesetzt. Wen wundert’s, dass aufgrund der Tradition gerade unterfränkische Abgeordnete verhinderten, dass 1970 die Arbeit der Feldgeschworenen in Bayern eingestellt werden sollte. Die Tätigkeit der Feldgeschworenen wurden 2016 deutsches UNESCO-Kulturerbe anerkannt. In der Praxis trifft man meist Männer an, und das obwohl seit 1980 Frauen zu diesem Ehrenamt berufen werden können. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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