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Seniorenhaus Grafing probt für den Ernstfall

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Die Übung im Seniorenhaus Grafing ist für Feuerwehr und Personal zufriedenstellend verlaufen. © Foto: hr

Eine Übung der Feuerwehr in Grafing hat gezeigt: Die neuen Brandschutzmaßnahmen im Seniorenhaus in Grafing zeigen Wirkung

Grafing – Erst entwickelte sich im Erdgeschoss des Seniorenhauses Grafing eine drastische Rauchwolke, dann ging der ohrenbetörende Alarm im Haus los. Dann begann das Warten auf die Feuerwehr. Das Pflegepersonal beruhigte die Bewohner, bat alle, in ihren Zimmern zu bleiben, denn aufgrund der neuen Brandschutztüren sind die Bewohner hier sicher untergebracht.

150.000 Euro wurde in den Brandschutz investiert

Schließlich kam die Feuerwehr mit zwei Einsatzfahrzeugen. Ein Pfleger brachte die Atemschutzträger zur Einsatzstelle. Von Außen kontrollierten andere Feuerwehrler unter der Einsatzleitung von Kommandant Georg Schlechte, ob und welche Fenster offen sind. Als diese geschlossen waren, wurde Frischluft durchgeblasen. Eine Bewohnerin konnte aus ihrem Zimmer gerettet werden. Und genau genommen war alles in knapp 30 Minuten vorbei. Die Luft war wieder rein und das Proben des Ernstfalls für Feuerwehr und Personal zufriedenstellend verlaufen. 

Auch Peter Iberle, Geschäftsführer des Seniorenhauses Grafing und Josef Koller, Vorsitzender des Förderwerks, verfolgten die Feuerwehrübung mit Argusaugen. Hatte doch die Stiftung im Jahr 2016 über 150.000 Euro in die Nachrüstung des Brandschutzes investiert, „um auf dem neuesten Stand zu sein und alle gesetzlichen Auflagen zu erfüllen“, wie Peter Iberl erläuterte. „Vorbereitet wurde niemand auf diese Übung“, erklärte Josef Koller. Es galt, das Gelernte für den Ernstfall in die Praxis umzusetzen. Wichtig war ihnen Erkenntnisse zu sammeln, wer verhält sich wie, wenn der Feueralarm ausgelöst wird. Eingeweiht war natürlich die rüstige Dame aus dem Erdgeschoss der Pflegeabteilung, die Hausleitung und die Führungskräfte der Grafinger Feuerwehr. Letztere hatte ihre aktiven Einsatzkräfte schon vor Ort im Feuerwehrgerätehaus versammelt. „Wo es aber hinging, wussten auch sie nicht“, berichtete der Einsatzleiter. Für ihn war wichtig, dass seine Aktiven bei dieser Übung die Örtlichkeiten des Grafinger Seniorenhauses in der Praxis kennenlernen. 

Längst war Normalität im Seniorenhaus eingekehrt, als die Einsatzkräfte ihre Gerätschaften vor dem Haus zusammenpackten. „Das war gar nicht so aufregend für mich“, erklärte die rüstige Dame, die von vier Feuerwehrleuten auf ihrem Stuhl ins Freie gehievt wurde, wo ein Rollstuhl auf sie wartete. „Ich habe schon einmal eine Übung als Testperson mitgemacht und in meinem Leben schon viel Schlimmeres erlebt“. Sie stand auf und sagte bestimmt: „Jetzt möchte ich wieder in mein Zimmer“. ar

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