Neue Schule - neues Lernen

In Vaterstetten eröffnet die neue Grund-und Mittelschule

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Eine Woche vor Schulstart sind in der neuen Schule Vaterstetten noch überall Handwerker unterwegs

Vatestetten – Eine Woche vor Schulstart sind im neuen Gebäude noch überall Handwerker unterwegs. Es wird gebohrt, geschraubt, gehämmert, aufgebaut, angeschlossen und umgeräumt. Die Bürgermeister Georg Reitsberger (FW) und Martin Wagner (CSU) sind sich aber ganz sicher: Am kommenden Dienstag wird alles fertig sein. Bis auf die Außenanlagen („Pflanzzeit ist erst im Oktober“) und den Sporttrakt mit Turnhalle und Schwimmbad. Dort hatte ein Wasserschaden das Untergeschoss geflutet. Hier ging‘s erst weiter, nachdem alles wieder getrocknet war. Ein zeitlicher Rückschlag von rund 12 Wochen. Deshalb wird der Sportteil erst zu den Herbstferien eröffnet werden. 

Während die 230 Grund- und 180 Mittelschüler ihre neue Schule am Dienstag zum ersten Mal von innen sehen, kümmert sich Rektorin Catherine Aicher bereits vor Ort um einen reibungslosen Start. „Wir haben eine unheimlich chice Schule bekommen“, freut sich die Schulleiterin. Auch die Lehrer seien begeistert vom neuen Arbeitsplatz. Insgesamt sind es drei Häuser, die an einer zentralen Achse hängen: Zwei für die Grundschule, eines für die Mittelschule. Im Zentralbereich liegt hinter dem großen Treppenhaus ein Mehrzweckraum mit tiefer gelegtem Atrium, das von Sitzstufen umrandet wird. Mobile Trennwände können den Raum teilen oder um das angrenzende Musikzimmer erweitern. Rund 600 Personen passen hier maximal rein. Weil der Raum nicht als Versammlungsstätte genehmigt ist, ist er allein Schulveranstaltungen vorbehalten. „Die Auflagen wä- ren zu hoch gewesen“, sagt Bauamtsleiterin Brigitte Littke.

Das neue Schulgebäude ist auf eine moderne Pädagogik abgestimmt. Weg von der Flurschule und dem Frontalunterricht, hin zu Lern- und Teamhäusern mit anderen Unterrichtsformen. Die Klassenzimmer der diversen Jahrgangsstufen gruppieren sich jeweils um einen „Marktplatz“, der Nischen hat und mit unterschiedlichen Sitzgelegenheiten ausgestattet werden soll. Hier sollen sich die Kinder auch in Kleingruppen austauschen, diskutieren, lernen oder lesen können. An den Wänden hängen flexible Tafeln – eine Seite zum Beschriften, eine Seite zum Anpinnen. Die Unordnung, das „wilde“ Dekorieren, soll damit vorbei sein. Die Materialien, Holz und Glas, geben dem Ganzen einen freundlichen, ruhigen Charakter. „Wir wollten auch einen Ort mit hoher Wertigkeit schaffen“, verdeutlicht Ralf Schloemilch vom Vaterstettener Bauamt. 

Die Klassenzimmer sind mit Dokumentenkameras und Beamern bestückt – und mit Kreidetafeln. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, um technischen Problemen mit Whiteboards aus dem Weg zu gehen“, erklärt Aicher. Jede Lernlandschaft besitzt einen Koffer mit i-Pads. „Die Kinder sollen selbständiges Lernen mit modernen Mitteln lernen.“ Die Schüler werden am Dienstag vor dem Gebäude von den Lehrern empfangen und ins Gebäude geführt. Das will Aicher solange praktizieren, bis niemand mehr verloren gehen kann. Für neugierige Eltern soll es später auch Führungen durch 40-Millionen-Euro-Projekt geben. Was man derzeit noch vergeblich am Gebäude sucht, ist der neue Name für die Grund- und Mittelschule: Karlheinz-Böhm. Der bekannte Schauspieler und Gründer der Stiftung „Menschen für Menschen“ hat lange Jahre in Baldham gelebt. Nach seinem Vater ist in der Gemeinde bereits eine Straße benannt. die

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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