vhs-Podiumsdiskussion zu den Themen: ÖPNV, Wohnraum, Energieversorgung

Bürger befragen Landtagskandidaten

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Am Podium im vhs-Bildungszentrum in Vaterstetten: Thomas von Sarnowski (Bündnis 90/Die Grünen), Doris Rauscher (SPD), Dr. Wilfried Seidelmann (Freie Wähler), Thomas Huber (CSU) und Alexander Müller (FDP).

Bei einer vhs-Veranstaltung in Vaterstetten konfrontierten Bürger die Landtagskandidaten mit regionalen Mängeln

Vaterstetten – Zur vhs-live-stream-Premiere zur Debatte der Landtagskandidaten waren rund 60 Teilnehmer ins Bildungszentrum an der Baldhamer Straße gekommen. Ausgesuchte Wahlthemen der derzeit im Bayerischen Landtag vertretenen Parteien wurde vorgestellt. „Der Fokus liegt auf regionalen Themen zur Landtagswahl“, hatte Geschäftsführer Dr. Helmut Ertel angekündigt. 

Anschließend nutzten die Besucher die Möglichkeit, von den Kandidaten Lösungen für die aus ihrer Sicht anstehenden Probleme zu fordern. Je zwei Minuten standen den Kandidaten zur persönlichen Vorstellung am Podium zur Verfügung. Thomas von Sarnowski (Bündnis 90/Die Grünen), Doris Rauscher (SPD), Dr. Wilfried Seidelmann (Freie Wähler), Thomas Huber (CSU) und Alexander Müller (FDP) nutzten die Zeit, um sich und teils ihre Themenschwerpunkte zu präsentieren. 

Eine Steilvorlage für Thomas Huber war die Bürger-Frage, ob auch er die 33.000 sozialgebunden Wohnungen verkauft hätte. Nicht nur in Bayern, auch andere Bundesländer wären aufgrund der EU-Bestimmungen Wohnungen verkauft worden, gab Huber zurück; doch Söder habe mit der Sozialcharta für die Mieter noch einiges erreichen können. Wie und wo mehr so genannter bezahlbarer Wohnraum zu schaffen ist, fehlte allen das Patentrezept. Lokal-spezifische Lösungen seien zu finden. Breit diskutiert wurde das Thema ÖPNV. Es fehle an Kapazitäten, Ausfällte seien zu beklagen, der Tarf-Dschungel wurde ebenso moniert wie die hohen Beförderungskosten. Auch hier konnte keiner der Kandidaten kurzfristig den großen Wurf einer optimalen Lösung präsentieren. 

Einig waren sich alle in der Zielsetzung, dass hier etwas geschehen müsse; insbesondere sollte das Umland besser vernetzt werden, damit nicht alle über München zum jeweiligen Ziel fahren müssten. In Sachen Energieversorgung konnten sich alle – bis auf Huber - vorstellen, dass die 10-H-Reglung fallen sollte. Auf die Erwachsenenbildung und ihre Förderung angesprochen, signalisierten alle Kandidaten ihre Unterstützungs-Willen. Huber betonte: Seit dem 11. Juli 2018 ist mit dem Beschluss des neuen Erwachsenenbildungsförderungsgesetz nun mehr von der fünften Säule in der bayerischen Bildungslandschaft zu sprechen: dem Lernen und Lehren mit Erwachsenen. In vier Jahren würden sogar 20 Millionen Euro mehr zur Verfügung stehen als heute. Über den erfolgreichen, parteienübergreifenden Beschluss freute sich Rauscher, nach deren Ansicht so etwas öfter im Sinne der Bürger im Landtag vorkommen sollte. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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