BZ-Steinhöring

Hanslmeier-Prockl überraschend gekündigt

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Leiterin des Einrichtungsverbundes Steinhöring Gertrud Hanslmeier-Prockl

Einrichtungsverbund Steinhöring trennt sich von BZ-Chefin Getrud Hanslmeier-Prockl

Steinhöring – „Das ist ein ganz großer Verlust für das soziale Leben im Landkreis Ebersberg, das Frau Hanslmeier-Prockl mit Herzblut, hoher Kompetenz, Kreativität und großem Einsatz mit geprägt hat! Das wird uns und den vielen Menschen in Steinhöring und im ganzen Landkreis sehr fehlen. Herzlichen Dank für alles und Kopf hoch, solche tollen Menschen braucht unser Land,“ schreibt Landrat Robert Niedergesäß in einem sozialen Netzwerk zur überraschenden Entlassung der Leiterin des Einrichtungsverbundes Steinhöring Gertrud Hanslmeier-Prockl. 

Die Nachricht ist bitter. Am Montag, 20. Mai erhielt Hanslmeier-Prockl ahnungslos ihre Kündigung. „Die Richtigkeit wird bestätigt, der Rest ist Datenschutz,“ erklärt die Pressestelle Katholische Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising e.V. auf Nachfrage dazu – Träger des Einrichtungsbundes Steinhöring, damit Arbeitgeber von Hanslmeier-Prockl. „Ich darf dazu nichts sagen,“ so die Einrichtungsleiterin selbst. 

Deutliche Worte hingegen findet Anton Karl, Hanslmeier-Prockls Vorgänger. Er hat das Haus 35 Jahre lang geleitet. Es sei ein Skandal und völlig unverständlich, was da passiert. „Die Kündigung wurde ausgesprochen, weil Frau Hanslmeier-Prockl Kritik an der Vereinsleitung geübt hat,“ erklärt er. „Alle sind völlig entsetzt darüber.“ Doch die Herrschaften in der Kirche seien einfach nur stur. „Das sind halt alte Männer.“ Er kennt Hanslmeier-Prockl seit 25 Jahren und weiß, dass man mit ihr immer eine Lösung findet. 

Auseinandersetzungen mit dem Vorstand kenne er aus seiner Amtszeit selbst. „Aber gerade in einem kirchlichen Verein müsste man doch miteinander reden können.“ Es sei absolut nicht richtig, sich einfach von jemandem zu trennen, nur weil Kritik geübt wird. Hanslmeier-Prockl ist überall sehr beliebt und leistet großartige Arbeit. Aus Karls Sicht gibt es nur einen Weg: die Kündigung muss zurückgenommen werden. „Da rollt jetzt eine riesen Lawine auf die Katholische Jugendfürsorge zu.“ Auch Mitarbeiter würden überlegen, etwas dagegen zu tun. „Da hängen sehr viele betreute Menschen dran und deren Familien. Ich weiß gar nicht, wie das ohne die Frau weitergehen soll. Allein um die 20 Projekte sind derzeit in der Schwebe. Ich bin schockiert und entsetzt.“ Karl ist Mitglied im Verein der Katholischen Jugendfürsorge. „Wir kämpfen,“ so seine klaren Worte.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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