Der Krimipfarrer

Mit „Eisesgrün“ zur „blauen Stunde“

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Krimipfarrer Felix Leibrock

Pfarrer Felix Leibrock ist Krimiautor und Bücher-Entertainer. Beim ökumenischen Frauengesprächskreis in Zorneding streift er durch Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt. Und durch seine eigenen Krimis.

Zorneding - Dieser Pfarrer mordet gerne. Natürlich nicht in der Realität, sondern nur auf Papier. Felix Leibrock ist Krimiautor. „Krimipfarrer“ steht auf seinem Auto. Zwei Bestseller hat der 56-Jährige bereits auf den Markt gebracht: „Todesblau“ und „Eisesgrün“. Der Dritte „Schattenrot“ erscheint im September. Vergangenen Sommer war Leibrock dafür in Schreibklausur gegangen. „Ein Krimi braucht mindestens zwei Morde“, sagt der Pfarrer, der auch Leiter des Evangelischen Bildungswerks München ist. Denn dann lassen sich die Handlungsstränge einfach besser verbinden. Neben einer Farbe gehört bei Leibrock noch ein historischer Umstand zu jedem seiner Krimis. Etwas Vergangenes, das scheinbar vergessen ist, sich aber doch auf die Gegenwart auswirkt. Der geschichtliche Kniff ist wahr, für den Leser nachprüfbar. Die Geschichte drumherum entspringt seiner schriftstellerischen Fantasie. „Ein Krimi soll spannend sein, aber auch ein bisschen Bildung vermitteln“, sagt Leibrock, der gerne bei Zeitzeugen und Experten recherchiert. Für seine tiefgefrorene Leiche hat der Theologe bei einer Firma für Tiefkühlgeräte nachgefragt, ein andermal beim Chef der Bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau, bei der er als Polizei-Seelsorger tätig ist. Felix Leibrock schreibt nicht nur Predigten und Bücher, er verfasst auch Libretti und Zeitungsrartikel, moderiert auf einem Privatsender eine Bücher-Sendung, gehört zur Evangelischen Redaktion von Antenne Bayern, ist Teeausfahrer bei der Münchner Obdachlosenhilfe. Früher war er auch mal wissenschaftlicher Angestellter der Uni München, Buchhändler bei Hugendubel, Stadtkulturdirektor von Weimar und Pfarrer in Thüringen. Zudem tourt der Pfarrer der in München und Weimar lebt, als Bücher-Entertainer durch Pfarrgemeinden wie jetzt bei der evangelischen Christophoruskirche in Zorneding. Da stellt der Krimipfarrer Literatur-Neuerscheinungen vor. 12 Bücher in 90 Minuten. Immer ganz aktuell, inspiriert von den großen Buchmessen. Gewürzt mit ein wenig Schauspielerei und unter Einbeziehung des Publikums. Leibrock will zum Lesen anregen. Für ihn bedeutet Lesen Glück. „Meine Definition von Glück lautet: Etwas zu tun, wo ich die Zeit vergesse.“ Seinen Streifzug in Zorneding hat er unter das Thema „Venedig ist immer anderswo“ gestellt. Es geht um die Frage, warum wir uns nach dem sehnen, was wir nicht haben? Und was es uns so schwer macht, das Positive im Ist-Zustand zu sehen. Zu sehen und hören ist Felix Leibrock am kommenden Dienstag, 24. Januar, um 19.30 Uhr in der evangelischen Christophoruskirche, Lindenstr. 11, in Zorneding. Eingeladen hat ihn der Frauengesprächskreis „Die Blaue Stunde“. die

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