Kindertagesstätte St. Elisabeth in Grafing

Land unter im Kindergarten

+
Seit neun Monaten wird das Wasser abgepumpt. Die Feuerwehren wechseln sich dabei ab

Der Außenbereich der Kindertagesstätte St. Elisabeth in Grafing kann nur zu 50 Prozent genutzt werden. Der Rest steht unter Wasser. Woher dieses kommt, ist unklar

Grafing – Hochwasser an Attel und Urtel sind in Grafing bekannt; auch debattiert man seit einigen Jahren in regelmäßigen Abständen über Oberflächenwasser und weichen Boden im Bereich der Elisabeth-Straße und Adalbert-Stifter-Straße. „Land unter im Kindergartenaußenbereich“, meldete die Kindertagesstätte St. Elisabeth, eine Einrichtung für Kinder ab einem Jahr. 

„Wann wird der Kita-Garten wieder gänzlich zu nutzen sein, derzeit können nur 50 Prozent genutzt werden. Spielgeräte – sinniger Weise auch noch ein großes Holzschiff – und das Gerätehäuschen stehen im Wasser“, so Michèle Ludewig, zweifache Mutter, in der Grafinger Bürgerfragestunde. „In einer Woche oder in einem Jahr?“ hakte sie nach. Die Situation ist im Rathaus bekannt. „Gepumpt wird seit neun Monaten. Die Freiwilligen Feuerwehren wechseln sich ab“, antwortete Bürgermeisterin Angelika Obermayr. Seit etwa zwei Jahren entwickle sich dort immer wieder ein kleiner See. Die Stadt Grafing lasse derzeit ein geologisches Gutachten erstellen. 

Ein Kinderhaus auf Stelzen: Die Kindertagesstätte St. Elisabeth ist von vielen Wasserflächen und teils moorigem Boden umgeben.

Weiter erklärte Obermayr, dass das Haus der Kita St. Elisabeth bereits auf Stelzen gebaut sei. Im Bereich des Melak-Kanals, der vom Stadtteil Goldberg in Richtung des Wieshamer Bachs geleitet wird, suche man nach Leckstellen. Kommt man zum Kinderhaus St.-Elisabeth so sieht man neben dem Eingangsbereich zwei gelbe Schläuche von Grundstück zum Kanal gelegt. Kräftiges Rauschen ist zu vernehmen und wer die Schläuche beobachtet, sieht immer wieder kleinere Schmutzteile zum Kanal hinsausen. 

Doch nicht allein auf dem Grundstück des Kinderhauses St.-Elisabeth erkennt man schon von der Straßenseite weitere große Wasserflächen; so auf dem nördlichen Nachbargrundstück und ebenso im Südwesten des Kinderhauses. Es bedarf der Gummistiefel, um an dem der Straße abgewandten Zaun entlang gehen zu können. Innerhalb des Kita-Areals wird der kritische Bereich mit einem Bauzaun abgesperrt. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

Auch interessant:

Meistgelesen

60 Jahre Spielmannszug Ebersberg
60 Jahre Spielmannszug Ebersberg
Tag der Regionen beim Rewe in Grafing
Tag der Regionen beim Rewe in Grafing
Radeln für den Klimaschutz
Radeln für den Klimaschutz
Im Zornedinger Rathaus hängt Kinderkunst
Im Zornedinger Rathaus hängt Kinderkunst

Kommentare