Wir leben in einer gefährlichen Zeit

Kreiskameradschaftstreffen der Soldaten- und Kriegervereine des Landkreises

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V.l.: Martin Finsterwalde, Manfred Brauller, Franz Röckenschuß, Wolf Petzold, Peter Bricht, Ludwig Wimmer, Peter Fleischer, Landrat Robert Niedergesäß, Robert Bösl und Karl Leidl.

Wir leben in einer gefährlichen Zeit, betonte Emmerings Bürgermeister Max Maier vergangenen Sonntag beim Kreiskameradschaftstreffen der Soldaten- und Kriegervereine des Landkreises Ebersberg in Bruckhof.

Emmering – „Die Kriege sind gar nicht so weit weg.“ Mahnende Worte des Rathauschefs. „Dass wir das immer erleben müssen – mit einer Veranstaltung wie dieser wollen wir es verhindern.“ 

Zweimal im Jahr treffen sich die 27 Soldaten- und Kriegervereine aus dem Landkreis zu einem gemeinsamen Kreiskameradschaftstreffen. Auch Landrat Robert Niedergesäß betonte in seinem Grußwort, dass es äußerst wichtig sei, den Frieden in der Welt zu sichern. Und das gehe nun mal nicht ohne einen Blick zurück. Er appellierte in diesem Zusammenhang an seine Zuhörer, bei der kommenden Europawahl zur Urne zu gehen und eine europafreundliche Partei zu wählen. „Bitte keine Protestwahl.“ Europa sei schließlich das größte Friedensprojekt aller Zeiten. Er unterstrich, dass die Europawahl inzwischen sehr an Bedeutung gewonnen habe. „Im europäischen Parlament werden wichtige Dinge entschieden.“ Es gelte daher, Parteien zu stärken, die für ein friedliches und gemeinschaftliches Europa stehen. 

Der Emmeringer Krieger- und Soldatenverein, der diesen Nachmittag ausrichtete, wurde 1871 nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 gegründet, war von 1945 bis 1951 von den Besatzungsmächten verboten und wurde 1953 neu ins Leben gerufen. Unter anderem kümmert man sich um das Gedenken gefallener, verstorbener oder vermisster Kameraden. Der Ernst der Sache war an diesem Nachmittag mit bester Unterhaltung durch die Emmeringer Musi und den Emmeringer Trachtler aufgelockert. 

Die Blaskapelle intonierte zünftig und sowohl die Jugend des Trachtenvereins als auch die Trachtler selbst ernteten für ihre Auftritte reichlich Applaus von den zahlreichen Gästen. Höhepunkt des offiziellen Programms war die Ehrung der ehemaligen Vorstände: Robert Bösl war von 1995 bis 2006 erster Schatzmeister und von 2006 bis 2018 erster Kreisvorsitzender, Peter Fleischer von 1991 bis 1995 Kassenprüfer sowie von 1995 bis 2018 zweiter Kreisvorsitzender. Ludwig Wimmer saß von 1995 bis 2006 im Kreisverbandsausschuss und war von 2006 bis 2018 dritter Kreisvorsitzender. Peter Pricha hatte von 2006 bis 2018 das Amt des ersten Schatzmeisters inne und Wolf Petzold von 2003 bis 2018 das des zweiten Schriftführers. 

Neben einer Urkunde bekamen die fünf Herren neben einem Präsent des Landkreises auch einen mächtigen Geschenkekorb. Robert Bösl wurde auf Grund seiner Verdienste zudem zum Ehrenvorstand ernannt. Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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