1. meine-anzeigenzeitung
  2. Lokales
  3. Ebersberg

Mit Energie die Welt verändern

Erstellt:

Kommentare

null
Ein kräftiger Anschub für die Energiewende: Ute Schneider-Maxon von der „Energiewende Vaterstetten“ mit Bürgermeister Georg Reitsberger und Landrat Robert Niedergesäß (re.). © Foto: die

Wie kann man einer Energiepolitik zum Durchbruch verhelfen, bei der Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz gleichermaßen im Mittelpunkt steht? Zu ihrem 10-jährigen Jubiläum stellt sich die „Energiewende Vaterstetten“ mit einer Ausstellung dieser Frage.

Vaterstetten – „Die Energiewende ist eines der Mega-Themen für unsere Zukunft“, sagt der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß (CSU). Man werde es nur schaffen, wenn man die Menschen zum Mitmachen und zum gemeinsamen Anpacken überzeuge. „Wer nichts tut, kommt auch nicht weiter.“ Genau das hat sich die Initiative „Energiewende Vaterstetten“ auf die Fahnen geschrieben: Das Thema am Kochen zu halten, obwohl die ökologische Aufbruchsstimmung stetig schwindet, sich andere Themen massiv in den Vordergrund drängen. „Hilft es was in Vaterstetten, wenn ein US-Präsident aus dem Klimaschutzabkommen aussteigt“, meint Niedergesäß bei seiner Festrede zum 10-jährigen Jubiläum. 

Was für eine Frage? Auch wenn es – auch politisch - schwieriger geworden sei, die Energiewende vor Ort umzusetzen. „Die Energiewende ist für das kommunale Engagement wichtig, es geht darum den Bewusstseinswandel anzuschieben.“ Wo und wie das Thema in unserem Alltag, in Vaterstetten und der Welt mitspielt, zeigt die Initiative mit vielen Schaubildern in einer Ausstellung im Rathaus-Innenhof. Da geht es um den Klimawandel und seine globalen Auswirkungen, um die Situation in Deutschland und um Möglichkeiten des Umstiegs auf regenerative Techniken wie den „Shooting Star“ Photovoltaik oder das „Zugpferd“ Windenergie. Es wird aufgeklärt über Netze und Speicher, über zukunftsweisende Mobilität mit Elektro-Energie und vielem mehr.

 Vom Globalen leiten die Wandtafeln ins Lokale: Wie ist die Situation in Vaterstetten, was ist hier in Sachen Energiewende los? Die Biogas-Anlage von Johann Böhm in Baldham etwa, das Repair-Café im OHA oder die Energieprojekte für Alem Katema. „Die Gemeinde war Umweltthemen schon immer sehr aufgeschlossen“, erinnert Bürgermeister Georg Reitsberger. Die Mülltrennung und das Marken-Müll-System, die Vaterstettener Autoteiler, die erste Biogasanlage in der Gemeinde, oder die Photovoltaik auf dem Reitsberger-Gebäude als erstes Bürgerkraftwerk sind Beispiele dafür, die es auch in der Ausstellung zu sehen gibt. „Es gibt viele Mosaiksteine, wie man Rückenwind vor Ort erzeugen kann“, stimmt Niedergesäß bei. Man dürfe nicht müde werden, für die Energiewende zu werben und hart dafür zu arbeiten. „Wir müssen uns auf den Klimawandel einstellen und noch mehr Konzepte entwickeln in diesem Bereich.“ Und alles hinterfragen – bei Ausschreibungen, bei der Beleuchtung öffentlicher Einrichtungen, selbst beim Kaffee im Büro. Auch die Flüchtlingsproblematik habe letztendlich ihre Ursachen im Klimasektor. „Es ist und bleibt ein zentrales Thema für Politiker, auch im Landkreis und vor Ort.“

Die Ausstellung Die Ausstellung „Faszination Energiewende“ samt Foto-Ausstellung des Fotoclubs der VHS Vaterstetten im Lichthof des Rathauses Vaterstetten ist noch bis 29. Juli von Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr, Donnerstag auch 14 bis 18 Uhr zu sehen. Außerdem zusätzlich am Wochenende 28./29. Juli jeweils von 10 bis 13 Uhr. die

Auch interessant

Kommentare