Wie kann die Energiewende gelingen?

Landkreis Ebersberg: „Klimaschutz darf nicht zur sozialen Frage werden“

Hand tippt auf Tablet
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Circa 400 CSU-Mitglieder nahmen an der Online-Umfrage zur Energiewende im Landkreis teil

Wie kann die Energiewende gelingen? Die Kreis-CSU hat hierzu eine Umfrage unter ihren Mitgliedern initiiert. Für Kreisvorsitzenden Thomas Huber ist klar: Die Energiewende schaffen wir nur gemeinsam 

Ebersberg – Den 1. landkreisweiten Bürgerentscheid zur Errichtung von fünf Windkraftanlagen im Ebersberger Forst hat sich der CSU-Kreisverband zum Anlass genommen, im Vorfeld dazu eine Online-Umfrage unter seinen Mitgliedern zur Energiewende im Landkreis durchzuführen. In der Umfrage, an der sich fast 400 Mitglieder beteiligten, wurde unter anderem gefragt, wo noch Ausbaupotential der regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung besteht, wie die Mitglieder zur Elektromobilität stehen und wie man die Energiewende im Landkreis grundsätzlich weiter voranbringen könnte.

Deutlich wurde bei den Ergebnissen, dass das Thema Energiewende von den meisten nicht nur auf Windkraft reduziert wird. „Der Landkreis kann seine selbst gesetzten Klimaschutzziele nur mit einem gesunden Energiemix erreichen, der erstens auf regionale Gegebenheiten und auf die Menschen vor Ort Rücksicht nimmt, zweitens überregionale Projekte berücksichtigt und drittens Innovationen und Zukunftstechnologien mit einbezieht.

Die Energiewende muss daher mit Maß und Ziel und nicht mit einseitiger Ideologie verfolgt werden“, so Huber. Das meiste Ausbaupotential für regenerative Stromgewinnung sehen die Befragten in Photovoltaikanlagen (81 Prozent), gefolgt von der Windenergie und Blockheizkraftwerk-Anlagen. Bei der Wärmegewinnung hatten Solarthermie-Anlagen und Geothermie-Anlagen in den Augen der Befragten das größte Potential. Im Bereich der Mobilität wünschte die Hälfte der Umfrageteilnehmer weitere Erleichterungen, um auf E-Autos umzusteigen. (30 Prozent erachteten die bestehenden Fördermöglichkeiten für ausreichend). „Ich halte es für absolut notwendig, parallel zur notwendigen Ausbaustrategie erneuerbarer Energien eine Einsparungs- und Effizienz-Strategie für Haushalte, Wirtschaft und Kommunen auf den Weg zu bringen, damit alle Möglichkeiten effektiv genutzt werden und Energie auch in Zukunft für alle Menschen bezahlbar bleibt“, so der Sozialpolitische Sprecher der CSU-Landtagsfraktion und bringt es mit dem Appell auf den Punkt: „Klimaschutz darf nicht zur sozialen Frage werden. Das Thema Energiewende ist für uns damit kein parteipolitisches Thema, sondern ein gesellschaftliches Thema, das viele verschiedene Bereiche tangiert – sonst werden wir keine langfristige Akzeptanz schaffen können“.

Der Ebersberger CSU-Chef Thomas Huber zeigte sich mit der Durchführung und den Erkenntnissen sehr zufrieden: „Wir werden uns die Ergebnisse und zahlreichen Anregungen, die wir im Zusammenhang dieser Umfrage erhalten haben, sehr genau ansehen und in unsere Arbeit hier im Landkreis einfließen lassen. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir in Zukunft regelmäßig solche Umfragen durchführen, um noch besser und schneller zu erfahren, wie die Basis denkt. Denn eines ist klar: Die Energiewende schaffen wir nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, und nicht gegen den Willen der Bevölkerung.“ red

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