Erlebniswoche im Museum Wald und Umwelt

„Ich bau mir eine Jurte“

Eine im Bau befindliche Jurte
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Eine Jurte besteht aus natürlichen Materialien und der Flächenverbrauch ist gering

Naturnahes und nachhaltiges Bauen: Erlebniswoche zum Jurten-Bauen im Museum Wald und Umwelt

Landkreis – Zur Werkstatt wird die Wiese vor dem Museum Wald und Umwelt in Ebersberg vom 28. August bis 4. September.Genauer gesagt zur Jurten-Bau-Werkstatt. In der einwöchigen Veranstaltung „Jurtenbau-Zauber-Camp“ der Umweltstation Ebersberg entführen die Referentinnen Miriam Boehlke und Frauke Frederick in die Welt der traditionell-nomadischen Rundzelte.

Was ist eine Jurte eigentlich?

Die Jurte ist das traditionelle, runde Zelt der Nomaden in Zentralasien – besonders verbreitet in der Mongolei, Kirgisistan und in Kasachstan. Als ideale Behausung für die Nomaden bietet die Jurte auch im Winter Schutz vor Wind und Wetter und ist dennoch leicht zu transportieren. Für den Bau werden verhältnismäßig wenige Materialien benötigt. So bestehen die runden Zelten vor allem aus Holz, Stoff, Filz und Schnüren.

Mit einigen Anpassungen an die hiesigen klimatischen Verhältnisse sind Jurten einwandfrei für unsere Breitengrade geeignet. Und so werden Jurten auch hierzulande als alternative, naturnahe Räume zum Wohnen und als Seminar- oder Veranstaltungsräume immer beliebter. Auch manchen Waldkindergärten dienen Jurten als wetterfester Unterschlupf.

Inspiriert vom Wandel zu mehr Naturverbindung

In Jurten stecken die beiden Themen, die uns besonders wichtig sind, automatisch drin“, sagen die Referentinnen. „Nachhaltigkeit und Gemeinschaft.“ Nachhaltigkeit, weil Jurten mit wenigen, großenteils natürlichen Materialien gebaut werden. Die Bodenversiegelung ist minimal. Durch das gemeinschaftliche Bauen und Aufstellen sowie durch den runden Raum würde zudem ein ganz besonderes Gruppenerlebnis entstehen. Mit dem Jurtenbau-Zauber-Camp wagt auch die Umweltstation Ebersberg ein für sie ganz neues Format: „Wir möchten den Menschen Alternativen nahebringen, wie Bauen noch aussehen kann. Das entspricht auch unserem Auftrag als Umweltstation: gängige Muster zu hinterfragen und neue Formen des nachhaltigen Handelns aufzuzeigen“ so Museumsleiter Dr. Hannes Müller zu den Beweggründen.

Ein Gespür für alternatives Bauen und den Zauber runder Räume

„Wer Lust hat, die Grundlagen des Jurten-Bauens kennen zu lernen und ein Gespür für alternatives Bauen, Leben und den Zauber runder Räume zu bekommen, ist bei uns genau richtig“, so Miriam Boehlke. Vielfältig sind die Arbeitsschritte, bis aus den Einzelteilen ein großes Ganzes wird: Sägen, Fräsen, meditatives Schleifen, Biegen, Bohren, Leimen, Zwingen, Hobeln, Beiteln, Ölen, Knoten, Brennen. Neben dem gemeinschaftlichen Bauen wird die Jurten-Bau-Zauber-Woche viel Raum für Spaß, Austausch, Gemeinschaft, Lagerfeuer, Singen und Träumen bieten – alles was zu einer zauberhaften Sommer-Camp-Woche dazugehört.

Das Jurtenbau-Zauber-Camp richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren. Genächtigt wird im eigenen Zelt auf der Streuobstwiese direkt am Museum Wald und Umwelt, am Rande des Ebersberger Forstes. Verpflegung vor Ort mit Lagerfeuer, nachhaltigen, geretteten und ökologischen Lebensmitteln.

Mehr Information zum Jurtenbau-Zauber-Camp und zur Anmeldung erhalten Interessierte über das Museum Wald und Umwelt unter Tel. (0 80 92) 82 55 52 oder online unter www.museumwaldundumwelt.de/programm . red

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