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Erleuchtung für Raser?

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Straßenbeleuchtungen sollen am Spannleitenberg Geschwindigkeitsübertretungen verringern. © Foto: panthermedia/ igterex

Geschwindigkeitsüberschreitungen am Spannleitenberg in Kirchseeon sind ein Problem. Die Gemeinde möchte jetzt mit Straßenbeleuchtungen dagegen vorgehen

Kirchseeon – Am Spannleitenberg scheint es besonders zu locken, wenn es Richtung Ebersberg geht, ordentlich aufs Gaspedal zu drücken. Laut Sachvortrag in der Februarsitzung im Gemeinderat Kirchseeon wird auf der Bundesstraße sogar noch nahe des Ortsschildes, also auf halber Höhe zwischen Garten und Hochriesstraße, die Geschwindigkeit erheblich überschritten. Aktuell beginnt die Beleuchtung der Fahrbahn B 304 erst an der Münchner Straße, also nach dem Ortsschild, welches eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h verlangt. Eine Straßenbeleuchtung an der Ortseinfahrt würde die Raser zur Besinnung bringen, so die eine oder andere Meinung aus dem Sitzungsrund. 

Denn dort, wo es hell würde, erwache die Aufmerksamkeit - vergleichbar etwa mit Alarmanlagen oder Signallichtern an Hauseingängen. Laut Sachbericht würde eine Straßenlampe „zumindest in der dunklen Jahreszeit und nachts dem Autofahrer signalisieren, dass die Ortsdurchfahrt hier beginnt und die Geschwindigkeit dementsprechend anzupassen ist.“ Zwölf neue Lampen im Bereich der Ortseinfahrt B 304 Spannleitenberg wurden vorgeschlagen, drei oder vier zusätzlich im Bereich Münchner Straße/Gartenweg - letztere auch wegen des neuen Kinderhauses. Die Gesamtkosten würden sich auf circa 40.000 Euro belaufen. Stephan Leuverink (SPD) zeigte sich skeptisch, ob aus dieser Idee auch wirklich etwas Greifbares werden würde. 30.000 Euro (A.d.R.: für zwölf Lampen an der Ortseinfahrt) nur für eine möglicherweise gute Idee ausgeben? Sparen sei ja ok, aber, wenn dann doch was passiert, fragte Barbara Burgmayr-Weigt (CSU). Dass die Kosten den Aufwand wert seien, das meinte Rüdiger Za (Grüne), der sich für beide Standorte aussprach. SPD-Sprecher Sven Bittner verwies auf die zahlreichen Unfälle am Spannleitenberg. Die Autofahrer drängten seiner Ansicht nach gierig darauf, Gas zu geben, wenn es Richtung Ebersberg ginge. Er war für die Beleuchtung. 

Paul Röhrl (CSU) unterstrich den Aha-Effekt der geplanten Installationen, vergleichbar etwa mit Bewegungsmeldern. Letztlich wurde mehrheitlich bei zwei Gegenstimmen für die zusätzlichen Straßenlampen gestimmt. Wann diese ihren Betrieb aufnehmen werden und - nicht nur - im Sinne der Anwohner die Erleuchtung für Raser bringen, das wird sich zeigen. osw

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