Aus dem Meta Theater Moosach

Buchpremiere in Moosach

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Ein Buch zur Europawahl: Im Meta-Theater Moosach präsentierten Kunstschaffende das Buch „Res publica Europa“

Zum ersten Mal wird im Meta Theater ein neues Buch vorgestellt: Res publica Europa. Ein Buch für Europa - passend zur Europawahl

Moosach – Zum ersten Mal wurde im Meta Theater in Haar ein neues Buch präsentiert. Natürlich hat es mit Theater zu tun. Der Hausherr Axel Tangerding hatte Anfang November vergangenen Jahres ein internationales Netzwerktreffen der freien Theaterszene – das IETM (International network for contemporary performing arts) – in München organisiert. 

Über 500 Theaterschaffende aus der ganzen Welt kamen dort zusammen, um sich mit Europa, der Rolle der Darstellenden Kunst, Postkolonialismus, Diversität und Visionen für die Zukunft auseinanderzusetzen. Kurz darauf rief der österreichische Schriftsteller Robert Menasse unter Mitwirkung von Ulrike Guérot und vieler Kulturschaffenden in ganz Europa die „Europäische Republik“ aus, als Antwort auf den Vormarsch des Nationalismus von Helsinki bis Palermo. Auch das Meta Theater machte mit. 

Über sein Münchner IETM–Netzwerktreffen hat Tangerding nun gemeinsam mit dem Direktor des Instituts für Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität, Professor Christopher Balme, ein Buch herausgegeben, „Res publica Europa – Networking the performing arts in a future Europa“, so der Titel. Kein Wunder, dass darin auch ein Textbeitrag von Menasse zu finden ist. Der Geist des Netzwerktreffens und Menasses Manifest zur Einheit Europas haben viel gemein. Auch bei der Buchpremiere unmissverständlich: die Theaterleute stehen gegen nationale Ansätze – sie arbeiten längst transnational. 

Zur Buchvorstellung in Moosach ließ man das Münchner IETM-Treffen nochmal Revue passieren. Dokumentarische Videos darüber rahmten das Podiumsgespräch mit Tangerding, dem Theaterwissenschaftler Balme sowie drei der beteiligten Autorinnen des Buches ein. Neben Texten von Menasse, Guérot und Kathrin Röggla sind dort auch Beiträge ehemaliger Masterstudenten der München Theaterwissenschaft zu finden, die an dieser Publikation maßgeblich mitgearbeitet haben. Das Buch, so Tangerding, sei nicht nur für ein Fachpublikum, sondern auch für Politiker gedacht, die von den Künsten lernen könnten. Im Zentrum der Reflexionen rund um die Rolle der darstellenden Kunst in Europa stehen auch in der Publikation Themen wie Postkolonialismus, Diversität und Visionen für die Zukunft. Passend also zur Europawahl. 

Das Buch als Lektüre für Politiker? Ja, denn Netzwerke erlauben im Vergleich zu hierarchischen Strukturen, wie sie etwa an Stadt- oder Staatstheatern existieren, einen wesentlich größeren Freiraum und sind damit flexibler und kreativer - und setzen deshalb leichter neue Impulse. Das Buch „Res publica Europa“ ist im Verlag „Theater der Zeit“ erschienen.Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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