Bausback zu Besuch im Amtsgericht

Familien freundliches Gericht

+
Am Richtertisch beim Eintrag ins Goldene Buch (v.li.); Doris Rauscher, Winfried Bausback Thomas Huber, Walter Brilmayer und Amtsgerichtsdirektorin Angela Felzmann-Gaibinger.

Eines der schönsten Amtsgerichte in Bayern

Ebersberg – Viel Lob des bayerischen Justizministers gab es für das Amtgerichts Ebersberg – zumindest, was den optischen Eindruck anbelangte und was die Frauenquote der Bediensteten angeht ebenso. Planmäßig will Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback jedes Amtgerichts besuchen und sich über die Situation vor Ort informieren. Schnell solle er nach Ebersberg kommen, damit sie vor ihrer Pensionierung seinen Besuch noch begleiten kann, hatte Amtsgerichtsdirektorin Angela Felzmann-Gaibinger bei ihrem Besuch in München gebeten. Den Blick hinter die Kulissen im Justizpalast erlebte sie und die besten Teilnehmern des Gewinnspiels vom Tag der offenen Tür am Amtsgericht Ebersberg. Dass Bausback schon im Januar nach Ebersberg kam, überraschte sie. Mit im Ministertross waren auch Christian Schmidt-Sommerfeld, Präsident des Landgerichts München II, die beiden Ebersberger Landtagsabgeordneten Doris Rauscher und Thomas Huber sowie Bürgermeister Walter Brilmayer mit dem Goldenen Buch der Stadt Ebersberg. „Eines der schönsten Amtsgerichte Bayerns!“ fügte Bausback dem Eintrag im Goldenen Buch handschriftlich hinzu. Schon zu vor hatte der gebürtige Aschaffenburger seinem Parteikollegen Thomas Huber versicherte „beneidenswert – die Gegend“. Doch man sah auch hinter die Kulissen, zum einen rein Gebäudetechnisch. So schön das historische Gebäude auch sei, Erhaltungsmaßnahmen sind hierfür nötig wie beispielsweise die 600.000 teure Investition für neue Fenster und Fassade; aber auch eine bessere Isolierung im Dachbereich wäre zu treffen. Zum anderen erhofft man sich auch PC-technisch in Ebersberg besser ausgestattet zu werden. Noch werden hier Aktenberge im Haus transportiert, während in anderen Behörden vieles mittels EDV erledigt werde. Bausback zeigte Verständnis und bat um Geduld bis 2018, dann solle der elektronische Rechtsverkehr auch in ganz Bayern und dann eben auch in Ebersberg Einzug gehalten haben. Man arbeite mit Hochdruck daran, doch Sorgfalt gehe vor Schnelligkeit, so Bausback. Von den rund 350 zusätzlichen neuen Stellen für Richter, Staatsanwälte und Rechtspfleger in Bayern wird Ebersberg wohl nicht profitieren, denn, so Felzmann-Gaibinger, wenn alle Mitarbeiter an ihrem Platz sind, sei die Arbeit im Amtsgericht zu bewältigen. Zu Engpässen komme es in der Urlaubszeit, bei Krankmeldungen und wenn sich Nachwuchs eingestellt hat. Am Amtsgericht Ebersberg liegt die Frauenquote bei 72 Prozent und 41 Prozent der Bediensteten sind 50 Jahre und älter. Dass die Frauenquote so hoch sei, resümierte Bausback liege an den Familien freundlichen Arbeitszeiten und der Möglichkeit zu Teilzeit. ar

Auch interessant:

Meistgelesen

Bauchwand- und Leistenbrüche nicht unterschätzen!
Bauchwand- und Leistenbrüche nicht unterschätzen!
Radlautobahn zum Ostbahnhof: Großer Wurf oder Salamitaktik?
Radlautobahn zum Ostbahnhof: Großer Wurf oder Salamitaktik?
Control-Covid-Strategie für den Landkreis
Control-Covid-Strategie für den Landkreis

Kommentare