„Es war ein langer Weg, aber er ist zu Ende“

Albachinger Ortsumfahrung eingeweiht

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Nun ist es geschafft: Die offiziellen Vertreter zeigten sich gelöst nach dem Durchschneiden des Bandes (v.l.): Josef Hogger (Inhaber der ausführenden Baufirma), Gerhard Kippes (Abteilungsleiter Hoch- und Tiefbau im Landratsamt Rosenheim), Bürgermeister Franz Sanftl, Landtagsabgeordneter Otto Lederer, die stellvertretenden Landräte Dieter Kannengießer und Josef Huber, Bezirksrat Sebastian Friesinger und Werner Weyerer (Regierung von Oberbayern).

Sie ist fertig, die Albachinger Ortsumgehung. Zur Einweihungsfeier kamen zahlreiche Ehrengäste

Albaching – Die Albachinger Ortsumgehung ist nun offiziell eingeweiht worden. Bei schönstem Wetter wohnten der knapp einstündigen Einweihungsfeier neben einigen interessierten Bürgern auch zahlreiche Ehrengäste bei. Aufgrund des Baus der Umgehung müssen sich Pkw und Lkw nun nicht mehr durch die enge Ortsmitte schlängeln. 

„Es war ein langer Weg, aber er ist zu Ende“, zeigte sich Bürgermeister Franz Sanftl erleichtert. Sein Dank galt neben anderen auch den Grundstücksbesitzern für die benötigten Flächen, dem Obst- und Gartenbauverein für die Bepflanzung, sowie dem Landratsamt. „Es ist ein großes und freudiges Ereignis für die Gemeinde Albaching“, sagte er. „Es war mit sehr viel Arbeit verbunden“, auch die Terminverschiebungen sprach er an. „Albaching ist einfach glücklich, dass wir das geschafft haben, und ich bin es auch“ erklärte er. Aber er räumte auch ein, dass es Menschen gebe, „die einen Nachteil haben“. Im Hinblick darauf wünschte er sich: „Ich hoffe, dass wir da eine Lösung finden.“ Stellvertretender Landrat Josef Huber stellte fest: „Diese Umgehungsstraße hat viele Väter“, und habe mehrere Landräte „verschlissen.“ 

Mit einem Zwinkern bescheinigte er Kreis- und Bezirksrat Sebastian Friesinger, eine „treibende und lästige Kraft im Landratsamt“ gewesen zu sein. Es sei selten und „schon fast eine Ausnahme“, dass es in Albaching keine Bürgerinitiative gegen den Bau der Umgehung gegeben habe. Dies liege vielleicht auch daran, dass die meisten wohl davon profitierten. Untermauert durch Zahlen – früher hätten die Ortsdurchfahrt 2.900 Fahrzeuge passiert, heute seien es nur noch 200 – stellte Huber fest: „Hier ist viel Gutes passiert.“ 

Von Huber erfuhren die Anwesenden auch Zahlen: 2,4 Kilometer Straße, zwei Kreisverkehre mit 40 Metern Durchmesser, eine Brücke, eine Lärmschutzwand und Sichtschutzwälle seien gebaut worden. Das kostete vier Millionen Euro bei einem Zuschuss von 1,8 Millionen Euro. „Das Restliche muss der Kreishaushalt schultern“, konstatierte Huber. Pfarrer Josef Huber erbat dafür Gottes Segen, die Pfarrerin der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde aus Wasserburg, Cordula Zellfelder, stellte fest, dass die Menschen der „modernen Welt“ zwei Dinge gleichzeitig möchten: Ruhig und sicher wohnen, aber auch schnell weg. Diese Umgehung diene beiden Wünschen. kg

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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