Anbau für Neufarner Feuerwehr

Das Feuerwehrauto im Schaufenster

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Gute Laune beim Spatenstich: Katharina Koopmann (Gebäudemanagement Vaterstetten), Ralf Schloemilch (Bauamt), Florian Kölbl (Vorstand FFW Neufarn), Bürgermeister Georg Reitsberger, FFW-Kommandant Andreas Garhammer, Architekt Alexander Grund, 2. Kommandant Markus Föstl, FFW-Jugendwart Louis Kaufer und Florian Huhndt (Ordnungsamt).

Die Feuerwehr Neufarn bekommt einen Anbau. Dabei wird die Fahrzeughalle eine Glasfront erhalten

Neufarn – Das Feuerwehrhaus von Neufarn wird künftig zu den architektonischen Highlights der Gemeinde gehören. Wer hier vorbeikommt, kann den Zweck des Gebäudes auf den ersten Blick erkennen. Schon von außen wird man das Feuerwehrauto gut erkennen können. Möglich wird dies durch eine große Glasfront, die der Weißenfelder Architekt Alexander Grund eingeplant hat. 

„Die Architektur ist sehr gelungen, sehr ansprechend, der Gemeinderat war sehr beeindruckt“, erklärte Bürgermeister Georg Reitsberger beim Spatenstich. Gleich einem Schaufenster könne man das wunderschöne neue Fahrzeug dann sehen. „Die Glasfront ist nicht teurer als eine normale Wand“, betonte der Neufarner Feuerwehr-Kommandant Andreas Garhammer. Zusammen mit seinen Kollegen freue er sich sehr über die außergewöhnliche Architektur. Letztendlich gehe es jedoch darum, die Neufarner Feuerwehr auf einen modernen Stand zu bringen. „Mit den entsprechenden Räumen, die man nach DIN-Vorgaben eben braucht“, so Reitsberger. 

Die neue Fahrzeughalle ist nötig, weil die alte fürs vor zwei Jahren angeschaffte Fahrzeug zu eng und zu niedrig ist. Die Neufarner sind überörtlich im Einsatz. Man arbeitet da ganz stark mit den Parsdorfer Kollegen zusammen, denn für die Einsätze im dortigen Gewerbegebiet braucht man dringend zwei Truppen. „Aufgrund der wachsenden Bevölkerung und der Gewerbegebiete müssen auch die kleineren Feuerwehren wachsen, um Unterstützung in alle Richtungen gewährleisten zu können“, verdeutlichte Garhammer. 

Die Feuerwehr lösche nicht nur Brände, inzwischen sei man viel mit technischen Hilfeleistungen beschäftigt. „Hinzu kommt immer mehr Bürotätigkeit“, stöhnte der Feuerwehr-Chef. „Für eine halbe Stunde Ölspur kehren, sitzt man 1,5 Stunden im Büro.“ Neben Räumen fürs Equipement braucht man auch Platz für eine entsprechende Ausbildung. „Und Platz, um die Leute auch bei Laune zu halten.“ 

In Neufarn gibt es insgesamt 34 Aktive, darunter eine sechsköpfige Jugendgruppe. „Wir haben eine schlagkräftige junge Truppe“, so Garhammer. „Es ist ein Glücksfall, wenn auch in den Ortschaften Freiwillige ihren Dienst leisten“, erklärte der Bürgermeister. Die Gemeinde wolle diese ehrenamtliche Arbeit nach Kräften unterstützen. Rund eine Million Euro wird der rund 140 Quadratmeter große Feuerwehr-Anbau in Neufarn kosten. „Das ist es uns auf jeden Fall wert“, so Reitsberger. Neben der neuen Fahrzeughalle entstehen außerdem neue Umkleiden, eine Trocknungsanlage für nasse Kleidung und durch Umbauten im Altbau auch neue Sozialräume. „Die sind nicht nur für uns“, meinte Florian Kölbl vom Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Neufarn, „es wird eine Zuflucht für alle Vereine in der Gemeinde.“ Es werde fast eine Art Dorfgemeinschaftshaus. „Wir wollen uns ja nicht einmotten als Feuerwehr.“ 

Durch den Gebäudeversatz vom Anbau zum alten Haus entsteht zudem eine Dachterrasse, die auch einen guten Überblick über Neufarn ermöglicht. Bau und Außenanlagen sollen im Februar 2020 fertig werden. „Bis der Maibaum nächstes Jahr kommt, muss alles fertig sein“, so die Floriansjünger augenzwinkernd. die

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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