Mehr Wertschätzung

4. Forum Sozialer Landkreis Ebersberg

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Politiker und Erzieher/innen trafen sich zum Austausch. Dabei wurde deutlich: in Sachen Kinderbetreuung gibt es viel zu besprechen

Landkreis – Zahlreich folgten die Leiterinnen von Kita-Verbänden und sozialer Einrichtungen der Einladung des Landtagsabgeordneten Thomas Huber zum 4. Forum Sozialer Landkreis Ebersberg. Das Thema „Kinderbetreuung“ zeigte sich mit breitem Themenspektrum. So forderten die einen Wertschätzung ihrer Arbeit, andere definierten klar ihre Vorstellungen, was sich ändern sollte. Kerstin Schreyer – gerade Sozialministerin a. D. geworden und nun seit 2. Februar Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr – nutzte die Chance, die Aufgabengebiete beider Ministerien zu verknüpfen: Mehr kompetente Betreuung und bezahlbaren Wohnraum für die Kita-Mitarbeiter.

Zwar ist die Kinderbetreuung eine kommunale Aufgabe, doch Freistaat und Bund mischen hier kräftig mit. Der Bund erlässt den Rechtsanspruch auf Kindergarten- und Krippenplätze – in Bälde auch auf einen Hortplatz – Der Freistaat unterstützt die Kommunen beim Bau der Kitas sowie in der Finanzierung. Dennoch bleibt ein nicht unerheblicher Anteil von rund 40 Prozent der Betreuungskosten bei den Kommunen. Viele Gruppen stehen aktuell vor der Schließung, weil Betreuungspersonal im Ballungsraum kaum zu finden und nur schwer zu halten ist. Dabei, so Schreyer, habe sich gezeigt, dass die Betreuerinnen sehr ortsverbunden sind. Hier sieht Schreyer in der Förderung von bezahlbarem Wohnraum für Erzieherinnen eine Möglichkeit, die Situation zu verbessern. Keinesfalls sind Abstriche von der Qualifikation des Betreuungspersonal eine Lösung für sie. Die Frage, ob denn Tagesmütter in Kitas einsetzt werden können, um die Gruppe erhalten zu können, verneinte Schreyer. Vielfältig sind die Ausbildungen der betreuenden Personen.

 „Jede hat ihre Berechtigung“ betonte Schreyer. So sollen künftig 2.000 so genannter Tagesmütter an Schulen arbeiten. Auch die Ausbildungslänge und Vergütung von Erzieherinnen stehe vor Veränderungen. Einen Antrag zur Modernisierung der Erzieher/Innen-Ausbildung wurde seitens der CSU eingebracht. „Darin wird die Staatsregierung aufgefordert, ein umfassendes Konzept für die Weiterentwicklung der Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher vorzulegen mit dem Ziel, einer um ein Jahr verkürzten und vergüteten Ausbildung“, so Huber.ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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