Endlich sind die Zusatz-Schilder da

Franziska-Zellner-Weg ist jetzt beschildert

+
Museums- und Archivleiter Bernhard Schäfer und Bauhofleiter Marinus Greithanner montierten die Zusatz-Schilder am Franziska-Zellner-Weg, in der Öxinger Straße und an der Grenzstraße.

Vor 15 Jahren wurde eine Straße im Einheimischen-Baugebiet auf Antrag der Grünen im Stadtrat als „Franziska-Zellner-Weg“ benannt.

Grafing – Viele Grafinger konnten mit dem Namen wenig anfangen, war doch die zu Lebzeiten sehr bekannte und beliebte „Burgermoasterin von Öxing“ in Vergessenheit geraten. Jetzt wurde dem Gedächtnis der Bürger etwas nachgeholfen und eine ergänzende Erklärung an einigen Straßenschildern angebracht. „Franziska Zellner *1862, +1927; Bäuerin von Am Berg, Gemeinde Öxing; Naturheilkundige; Verfechterin der Eigenständigkeit ihrer Heimatgemeinde gegenüber Bestrebungen auf einen Anschluss an Grafing“ so steht es jetzt unter dem Straßennamen. Museums- und Archivleiter der Stadt Grafing, Bernhard Schäfer, hat mit Hilfe von Bauhof-Mitarbeitern die Zusatz-Schilder anmontiert. Weit über Grafing hinaus, bis nach München und ins Oberland, war die resolute, aber immer freundliche und offenherzige Bäuerin Anfang des vergangenen Jahrhunderts als Naturheilkundige bekannt und geschätzt. Die tüchtige Bäuerin war mit ihrem Pferdefuhrwerk häufig unterwegs, um Kranke und Behinderte mit meist selbst gemachten Medikamenten und Heilsalben zu versorgen. Über viele Generationen hinweg hat sich diese Naturheilkunde auf dem Hof in Öxing vererbt und von ihren acht Kindern haben zwei Töchter die Heilkunde weitergeführt. Die Wohltäterin war eine vehemente Gegnerin der damaligen Bestrebungen, vor allem der Grafing Bürger, die beiden Gemeinden: Öxing und Grafing, zusammen zu legen. Als Grafinger Bürger zu einer Versammlung aufriefen, hat sie sofort zu einer „Gegen-Versammlung“ in den Deuschlkeller eingeladen und jedem Teilnehmer eine Brotzeit und Bier versprochen. Die Grenze zwischen den beiden Ortsteilen verlief damals entlang der heutigen Lederergasse/Grenzstraße bei der Bücherei über den unteren Marktplatz in die Münchner Straße. Durch ihr entschlossenes Auftreten am Rednerpult konnte sie tatsächlich erst mal die „Fusion“ und damit die „Einverleibung“ ihres Ortes Öxing in die viel jüngere Gemeinde Grafing verhindern. Erst im Dritten Reich, also rund sechs Jahre nach ihrem Tod, wurde der Zusammenschluss vollzogen. Auch an der Öxinger Straße wurde ein Ergänzungsschild angebracht mit dem Text: „Öxing – Muttersiedlung des Grafinger Raumes; Ersterwähnung 813; Pfarrdorf; Gemeinde ab 1808/18; Eingemeindung nach Grafing 1933“.An der Grenzstraße wurde folgendes Ergänzungsschild angebracht: „Grenze – Verlauf der Trennungslinie zwischen der einstigen Marktgemeinde Grafing und der vormaligen Landgemeinde Öxing bis zu deren Zusammenlegung 1933.oha

Auch interessant:

Meistgelesen

Bauchwand- und Leistenbrüche nicht unterschätzen!
Bauchwand- und Leistenbrüche nicht unterschätzen!
7-Tage-Inzidenz im Landkreis Ebersberg bei 99,5
7-Tage-Inzidenz im Landkreis Ebersberg bei 99,5
Stiftung Eliteförderung vergibt Preise
Stiftung Eliteförderung vergibt Preise

Kommentare