+++ VOLKSFEST-MADL 2019 +++

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Auch 2019 suchen wir zusammen mit unseren Sponsoren und Festwirt Martin Lohmeyer das Ebersberger Volksfest-Madl.
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Jahresausstellung des Ebersberger Kunstvereins 2019

Künstlerisches Festival in Ebersberg

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Am Freitag eröffnet der Ebersberger Kunstverein seine diesjährige Jahresausstellung mit einem ganzen Festivalprogramm

Ebersberg – Die diesjährige Jahresausstellung des Ebersberger Kunstvereins ist erstmals kuratiert. Unter dem Motto „Wo bitte geht’s nach Arkadien?“ wurde international ausgeschrieben. Über 300 Künstler und Künstlerinnen hatten sich beworben. 36 von ihnen hat eine fünfköpfige Jury ausgewählt. 

Sie alle stellen sich in ihren künstlerischen Arbeiten den Problemen unserer Zeit – so war die Vorgabe der Ausschreibung. Denn: der Sehnsuchtsort Arkadien wird bei der Ebersberger Ausstellung als Forum für brennende Gegenwartsfragen begriffen. Schon von Außen leuchtet diesmal die Galerie Alte Brennerei im Klosterbauhof. Rötliches Licht macht neugierig. Verantwortlich dafür ist eine Neon-Leuchtschrift im Inneren. 

Den Schriftzug „Anarchie in Arkadien“ hat die Künstlerin Lis Schröder aus Münster an die Wand montiert. Ihr Werk wirft die Frage nach Ordnungsprinzipien auf, wie Kurator Peter Kees erklärt. Denn: „Das Gebilde eines Staates gibt es in der Ideallandschaft Arkadien nicht, es ist nicht notwendig. Dort herrscht per se Gesetzlosigkeit, damit so etwas wie Anarchie, die in Arkadien allerdings völlig überflüssig ist - obsolet in einem idealen Dasein. Doch die Frage an den Staat schlechthin ist dringlich. Wollen wir neue Nationalstaaten? Wollen wir Grenzen, Mauern, Zäune? Wie könnte man Gemeinschaften heute gestalten?“ Eine Frage, die tatsächlich drängt in Zeiten wiedererwachender Nationalstaaten. 

Eine mögliche Antwort auf diese Problematik gibt die Künstlerrepublik Užupis aus Litauens Hauptstadt Vilnius, ein internationales Vorbild für friedliches und tolerantes Gemeinschaftsleben. Die Münchner Botschaft dieser Republik hat Max Haarich mitgebracht – es geht um die Frage des sozialen Miteinanders. Alle möglichen Medien der Bildenden Kunst sind in der diesjährigen Jahresausstellung vertreten, Installationen, Videos, Fotografie, Sound, Zeichnungen oder interaktive Projekte. Der Wiener Alexander Lorenz beispielsweise hat ein Baukastensystem mitgebracht, mit dem das Publikum basteln, sich gewissermaßen schon einmal selbst erproben kann im Entwerfen von Neuem. Genau darum geht es den Ausstellungsmachern: andere Denk- und Handlungsansätze anzuregen. Sogar eine Tischtennisplatte ist aufgebaut, an der man spielen darf. Die Schläger dafür sind allerdings keine üblichen. Sie haben verschiedene Größen, sind überdimensioniert oder verkleinert, oder aus Gummi und Porzellan. 

Die Schau beschränkt sich nicht nur auf die Räume der Alten Galerie und des Studios an der Rampe. Auch der Klosterbauhof wird bespielt. Da steht etwa eine stählerne Stele mit fünf Seiten. Jede Seite trägt den Namen eines Kontinents, codiert in sieben-stelligen Binärziffern. Diese Skulptur stammt vom Ingelsberger Bildhauer Heinrich Knopf. Kurz vor Ausstellungseröffnung wird auch noch der aus den Niederlanden stammende Künstler Robert Roelink mit seiner Installation Live your biggest dream im Klosterbauhof erwartet. Der Mann lebt als moderner Nomade, zieht umher, macht Station und bricht wieder auf, getrieben von der Sehnsucht nach einer Welt, in der Arbeit vollständig automatisiert ist und die Notwendigkeit, zu arbeiten durch einen nomadischen Lebensstil des kreativen Spiels ersetzt wurde. Vier Wochen lebt er ab Freitag in Ebersberg. 

Selbst die Dachluke an der Westseite der Alten Brennerei leuchtet diesmal. Dorthinein hat die in Weimar lebende Künstlerin Judith Rautenberg ein Video installiert. Ein Menschen ist zu sehen, der nicht mehr aus seinem Käfig kann. Die diesjährige Jahresausstellung sprengt die Dimensionen der bisherigen. Das wir schon aus dem alten Bus ersichtlich, der seit dem Wochenende vor der alten Brennerei steht und während des Ausstellungszeitraumes als Bar fungieren wird. Mit der Bildenden Kunst hat das Ganze ohnehin noch nicht seine Grenzen erreicht. Ein ganzes Festival wurde um die Ausstellung gebaut, mit Vorträgen, Diskussionsveranstaltungen, Konzerten, einer Filmpremiere, einer Konferenz der Kinder und vielem mehr. Auch Initiativen aus dem Landkreis sind vertreten. Das Programm kann man unter www.kunstvereinebersberg.de einsehen. 

Aber zuerst einmal eröffnet die Ausstellung, am Freitag, 8. Februar um 19 Uhr. Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer wird an diesem Abend auch den mit 2000 Euro dotierten Kunstpreis der Stadt Ebersberg überreichen. Nach dem offiziellen Teil ist dann Party mit Neumann-Musik, einem DJ-Set der Arkadischen Botschaftsangestellten Tine Neumann samt live Visuals von Anne Wodtcke alias ann_on_loops. Der Eintritt ist frei. Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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