Friday for Futures in Grafing

Forderungen für den Klimaschutz

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Grafing soll den Klimanotstand ausrufen und Verantwortung übernehmen. Die FFF-Bewegung stellt ihre Forderungen vor

Grafing – Frisch kopiert lagen sie schon am Tag der Demo von #FridaysForFutureGrafing im Pavillon der Forderungen aus – die Forderungen an die Stadt Grafing. Wer wollte, konnte an diesem Tag den konkret auf 32 Punkte zusammengefassten Katalog einsehen und mit einer Unterschrift unterstützen. Die Hauptforderung heißen: den Klimanotstand auszurufen und Verantwortung zu übernehmen.

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun“, zitieren Miriam Boehlke und ihre Mitstreiter gleich auf den ersten Seiten Molière. Diese Art der Bedrohung, „das Nichtstun der Politik“ empfinden die jungen Leute als das Schlimmste. Aber was heißt das überhaupt, die Stadt Grafing soll den Klimanotstand ausrufen, wie zum Beispiel die Städte Vancouver, London oder Kiel? Zunächst einmal muss Grafing den Klimawandel und seine Folgen anerkennen und Maß- nahmen zur Bekämpfung der Folgen und zum Klimaschutz müssen dringend durchgeführt werden, heißt es da in dem Forderungskatalog. „Wir wünschen uns für Grafing den Umweltnotstand, nicht den Klimanotstand, da wir der Meinung sind, es muss auf die Gesamtheit der Natur geachtet werden und nicht nur auf das Klima.“ Die zweite Hauptforderung, Verantwortung zu übernehmen, formulieren die Verfasser wie folgt aus: „Es bleibt keine Zeit, Aufgaben von Person zu Person zu jonglieren, wenn wir der Menschheit auf dieser Erde noch über das Lebensgefährlichste hinweg helfen wollen. Viele Schritte in Richtung Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit können und sollten von der Stadt initiiert werden.

Recht geben ihnen hier die Ergebnisse der Europawahl 2019, hier konnte man deutlich sehen, dass vielen Wähler das Engagement beziehungsweise überhaupt der Aufruf der Klima- und Umweltthemen der großen Parteien fehlte. Die Wähler von heute und morgen wählen dahingehend entschieden anders.

Weitere Hauptpunkte in dem 24-seitigen Papier sind unter anderem Verkehr & Mobilität, Energie & Gebäude, Flächennutzung & Bebauung, nachhaltige Wirtschaftsstrukturen fördern, Müll & Verpackung, Gemeinschaft & Vernetzung und zu guter Letzt: Die Stadt Grafing als Institution. Hier sollen vor allem die Mitarbeiter der Stadt sensibilisiert werden. Des Weiteren soll die künftige Klimamanagerin durch alle Ressorts der Stadtverwaltung Verantwortung zeigen müssen. Aufklärungsveranstaltungen sollen Bürger mit ins Boot holen und „nachhaltige und kritische“ Stadtführungen dürfen gerne als Anregungen für den engagierten Bürger dienen. Zu all den genannten Oberpunkten gibt es detailliert ausgeführte Forderungen. Wer diese lesen möchte oder unterschreiben will, der darf sich gerne bei Miriam Boehlke unter grafingfff@gmail.com melden oder im Rathaus nach den Listen fragen, die dort ausliegen werden.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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