Kundgebung in Ebersberg

Gemeinsam ein Signal senden

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Landkreis Bürger setzen ein Signal.

Nach Grafing versammelten sich nun in Ebersberg knapp 300 Menschen gegen Terror und Gewalt.

Landkreis – „Wir dürfen und werden nicht schweigen und die Geschehnisse unkommentiert lassen. Was in Frankreich passiert ist, kann auch bei uns passieren. Der Anschlag in Paris ist schockierend und ein Angriff auf unsere Pressefreiheit, freiheitlichen Werte und Demokratie, die es jetzt geschlossen zu verteidigen gilt. Wir werden auch nicht zulassen, dass friedliebende Menschen aufgrund ihrer Religion ausgegrenzt werden. Wir sind eine demokratische Gesellschaft, die für alle offen ist und die wir mit allen rechtskonformen Mitteln verteidigen werden. Wir verurteilen Terror jeder Art und gedenken der Opfer“, so Doris Rauscher im Ebersberger Klosterbauhof anlässlich Kundgebung zu Solidarität und Offenheit. Landrat Robert Niedergesäß bekräftigte dies. „Wir sagen Ja zur Demokratie, die wir mit allen Mitteln des Rechtstaates verteidigen, zur Meinungs- und Pressefreiheit und zu respektvollen Umgang miteinander. Unter den rund 130.000 Landkreisbürgern leben rund 15.000 ausländische Mitbürger. Nach Schätzungen leben rund 2.500 bis 3.000 muslimische Mitmenschen unter uns. Wir respektieren ihre Religion. Sie ist nicht mehr oder weniger wert als die unsere“, so Niedergesäß. Auch Ekremhan Tuncer, Sprecher der türkisch-muslimischen Gemeinde (DITIB) Kirchseeon wandte sich gegen Terror und bekundete den Willen der Muslime, die in Frieden leben möchten, den Schaden zu reparieren. Interessierte Mitmenschen lud er nach Kirchseeon ein, um sich über den Islam zu informieren. Auch Alfred Daum, Sprecher der liberalen jüdischen Gemeinde Beth Shalom rief in Ebersberg auf, sich gegen Antisemitismus und Islamhass zu wehren.Für die katholischen Christen sprach Dekanatsvorsitzender Hans Rombeck: „Habt keine Angst“, habe Jesus und Papst Johannes Paul in schwierigen Zeiten den Menschen zu gerufen. Dies implementiere „Seid mutig“ sich für Freiheit und Menschlichkeit einzusetzen. Für die evangelische Kirche plädierte Pfarrer Hartmut Thumser für gegenseitigen respektvollen Umgang auf Augenhöhe. Udo Helmholz als Vertreter der deutsch-französischen Partnerschaften im Landkreis berichtete, mit wie viel Dankbarkeit die deutsche Anteilnahme bei den Franzosen nach den Anschlägen angenommen worden war und endete mit einem kräftigen „Vive l‘Èurope“. ar

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