Ein Schmankerl für Bayern Fans

Pep in Glonn

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Pep Guardiola beim Eintrag ins Goldene Buch des Marktes Glonn mit Bürgermeister Martin Esterl und Vereinsvorstand Hans Wagner (links) vor den Bushallen von Busbetrieb Ettenhuber.

Ganz geheim sollte es ablaufen, und keine Presse vorab: „Pep der Große“ besucht den FC-Bayern-Fanclub in Glonn.

Glonn – Nur Mitglieder und engste Freunde und Fans wussten Bescheid, dass der Trainer des FC Bayern Pep Guardiola zum traditionellen Neujahrsempfang am Sonntag nach Glonn kommen soll. Nachdem das Vereinsheim natürlich längst nicht ausreicht für so einen spektakulären Besuch wurde kurzerhand die große Omnibus-Halle des Busunternehmens Ettenhuber in Schlacht bei Glonn zur Festhalle umgerüstet und entsprechend rot-weiß „ausgeflaggt“. Bei den traditionellen Fanclub-Besuchen, die wegen der FIFA Klub-WM diesmal nicht im Rahmen eines Weihnachts-, sondern eines Neujahrsempfangs stattfanden, reisten sie unter anderem ins Allgäu, nach Niederbayern, Franken und Schwaben und in die Oberpfalz. Manuel Neuer verschlug es nach Österreich, Tom Starke nach Südtirol. Den weitesten Trip unternahm Hermann Gerland, der 700 Kilometer bis in die Uckermark fuhr.Nur gut 30 Kilometer weit in den Süden Münchens ging es für Pep Guardiola, wo er im knapp 5.000-Seelen-Markt Glonn mit Böllerschüssen feierlich begrüßt wurde. Es folgte der Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde sowie der festliche Einzug mit Blasmusik der Glonner Musi in die Halle. Dort bereiteten die rund 450 Mitglieder und Gäste des Fanclubs FC Bayern Stammtisch Glonn '94 dem FCB-Chefcoach einen herzlichen Empfang.„Ich freue mich, hier zu sein“, sagte Guardiola, „es ist das erste Mal, dass ich diese Fanclubbesuche beim FC Bayern mitmache.“ Der Spanier staunte nicht schlecht darüber, was der Fanclub einen Tag nach seinem 43. Geburtstag für ihn vorbereitet hatte: ein Geburtstagsständchen auf Spanisch, eine riesige Torte, eine Trachtenjacke aus Schafswolle mit seinem Namenszug, die der Spanier gleich überstreifte und bis zum Abschied aus Glonn nicht mehr auszog. Klosterschwester Carmen verlieh dem Bayern-Coach zudem den Orden der guten Hirten und auch die Ehrenmitgliedschaft des Fanclubs durfte nicht fehlen.Guardiola und der OachkatzlschwoafIns Schwitzen kam Guardiola bei einer Fragestunde der kleinen Fans. „Kinder stellen immer die gefährlichen Fragen“, lächelte der Familienvater. Das mediterrane Essen sei „ein bisschen besser“, gestand der Katalane beim Thema Leibgericht. Als seinen Lieblingsspieler nannte er vorsichtshalber seinen Sohn Marius. Und dann kommt's: Kann er es sich vorstellen, Trainer einer Frauen-Mannschaft zu sein? „Ja, ich warte auf ein Angebot“, sagt Guardiola mit seinem Lächeln.Smart ließ Guardiola keine Frage offen, auch den bayerischen Basis-Sprachtest für Zuagroaste bestand er blendend. Selbst über das Wort „Oachkatzlschwoaf“ (Eichhörnchenschwanz) stolpert er nicht. Dann begann der anstrengendste Teil: Guardiola schrieb Autogramme, Autogramme, Autogramme...Fast jeder Besucher stellte sich in eine endlos lange Warteschlange, um ein Autogramm auf das T-Shirt, den Schal, auf die Mütze oder auf irgend ein Blatt Papier zu bekommen. Jeder wurde bei der Unterschrift fotografiert und kann sein Foto auf der FCB-Homepage abrufen. www.fcbayern.de.oha

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