Glonner Musi feiert Jubiläum

Glonner Musi Fest

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Bernhard Sigl, Vorstand der Glonner Musi

Die Glonner Musi feiert 175-jähiges Jubiläum vom 10 bis 13. Mai

Glonn – Ob die Münchner Bierrevolution vom März 1844 etwas mit der im gleichen Jahr gegründeten Glonner Musi zu tun hat? Zur Erinnerung: am 1. März 1844 ließ der bayerische König Ludwig I. den staatlich festgesetzten Bierpreis wegen Rohstoffknappheit um 1 Pfenning erhöhen. Prompt gingen in München etwa zweitausend Menschen auf die Straßen und stürmten die Brauereien. Das herbeigerufene Militär verweigerte die Befehle, gegen die Aufständischen vorzugehen. Und so musste der König einlenken und nahm die Bierpreiserhöhung bereits am 5. März wieder zurück. 

Der erste Auftritt der Glonner Musi im gleichen Jahr, damals unter dem Namen „Diemer Musi“, hat damit allerdings nichts zu tun; er war früher, zur „Neujahrssammlung“ und gilt als Gründungsstunde der Glonner Musi. 175 Jahre ist das jetzt her. Ein Grund zum Feiern – und das tun die Glonner Musikanten auch - ausgiebig mit einem viertägigen Fest vom 10. bis 13. Mai in Ursprung, dort, wo im Winter der Glonner Skilift zu finden ist. 

Doch statt mit Bier- beginnt man mit einem Weinfest am Freitagabend, auf dem die beiden Kapellen „Stoabuckl Musi“ und „So&So“ zum boarischen Tanz aufspielen werden (Beginn ist um 19.30 Uhr). Zur „Nacht der Musik“ am Samstag treten die Glonner dann selber auf. „Aber anders und größer als sonst,“ verrät Bernhard Sigl, Vorstand der Kapelle. Denn neben der 45 Mann starken Blasmusik wird auch ein 55 Mitglieder zählender Chor auftreten, der extra für diesen Abend gegründet wurde und einige Chorstücke – etwa den Gefangenenchor aus Nabucco – gemeinsam mit der Kapelle zu Gehör bringen wird. Die Glonner Bläser selbst spielen neben Märschen und Polkas unter der Leitung ihres Dirigenten Albert Singer zudem einige moderne Titel, beispielsweise Musik von ABBA oder Freddie Mercury (Beginn ist um 20 Uhr).

Der folgende Sonntag ist Festtag. Nach dem Empfang der Vereine morgens um 8 Uhr in Ursprung zieht man zur Kirche nach Steinhausen, um dort gemeinsam einen Festgottesdienst zu zelebrieren. Im Anschluss – ab 12 Uhr – wird es dann fulminant: neben der Glonner Musi spielen noch elf weitere Kapellen im Feststadl. Im stündlichen Wechsel zu hören sind die Blaskapellen aus Steinhöring, Wasserburg, Schönau, Baiern, Kirchseeon, Bruckmühl, Großhöhenrain, Egmating, die Darchinger Dreder und die Eichhofener Dorfmusik. Unter den Klängen der Bairer Musi wird schließlich am Montag zum traditionellen Kesselfleischessen eingeladen (Beginn: 19 Uhr). Natürlich gibt es an diesem Jubiläumswochenende Bier - und zwar Grandauer aus Grafing, ausgeschenkt vom Festwirt des Grafinger Volksfestes, der Wirtsfamilie Kainz. Zum Jubiläum hat man außerdem an eine Festschrift gedacht, die die Geschichte der Glonner Musi, versehen mit einigen Anekdoten, erzählt. Und auch die Jugend hat ihren Platz – schließlich soll die lange Tradition weiter fortgeschrieben werden: am Anfang des Konzertes am Samstag wird erst einmal die Jugendkapelle der Glonner Musi zu hören sein, junge Leute zwischen sechs und 16 Jahren, die der Bläserbande entwachsen sind. Das sind immerhin auch 42 Musiker und Musikerinnen. Offizielle Adresse des Glonner Musi Fest ist: Ursprung 4 in Glonn. Übrigens, wer die launigen Videos auf der Website der Blaskapelle gesehen hat, weiß, dass ein ganz griabiges Festwochenende zu erwarten ist. Bewirtet wird natürlich jeden Tag. Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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