Ebersberg ist grün

Hege- und Naturschutzschau der Ebersberger Jägerschaft

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Die Jagd sei kein Hobby, vielmehr ein uraltes Handwerk, sagte Konrad Metzger, Vorsitzender der Kreisgruppe.

In Grafing fand die Hege- und Naturschutzschau der Ebersberger Jägerschaft statt. Dabei betonten die Jäger ihren Beitrag zur Artenvielfalt und zum Umbau des Waldes

Landkreis – Die Ebersberger Jägerschaft hat bei der Hege- und Naturschutzschau in der Stadthalle Grafing vor mehreren hundert Jägern und zahlreichen Gästen der Öffentlichkeit vorgestellt, was im zurückliegenden Jagdjahr an Wild erbeutet wurde. 

Landrat Niedergesäß betonte die gute Zusammenarbeit mit der Jägerschaft. „In Zeiten zunehmender Schwarzwildbestände und der drohenden Gefahr der Afrikanischen Schweinepest ist eine enge Kooperation zwischen der Jä- gerschaft und den Behörden besonders wichtig.“ Dr. Bachmann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat das aktuelle Forstliche Gutachten vorgestellt. Alle Jagdreviere im Landkreis waren dabei „grün“. Das heißt, dass die Verbisssituation insgesamt nur gering bis tragbar ist, die Schäden durch das Wild an unserem Wald, wie zum Beispiel durch Verbiss an Bäumen, konnten auf einem erfreulich niedrigen Niveau gehalten werden. 

Damit ist der Landkreis bayernweit einer der ganz wenigen, der ein solch positiven Zustand zum wiederholten Mal zu vermelden hat. Die Jägerschaft leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Naturverjüngung und dem notwendigen Umbau der Wälder. Bachmann stellte fest: „Die Abschussvorgaben können deshalb beibehalten werden.“ Der erste Vorsitzende der Kreisgruppe, Konrad Metzger, betonte, dass die Jagd kein Hobby sei. „Jagd ist vielmehr ein uraltes Handwerk mit einer eigenen Tradition und hat viel mit Verantwortung dem Wild und der Natur gegenüber zu tun. 

Der Waldumbau kann nur mit Hilfe der Jägerschaft gelingen und die Jägerschaft leistet dabei gute Arbeit.“ So haben die Jäger in den vergangenen Jahren 500 Streuobstbäume und mehr als 5.000 Hecken gepflanzt; Wildä- cker werden von Jägern bevorzugt mit Blühpflanzen angelegt, unzählige Nistkästen wurden auf eigene Kosten aufgehängt. Metzger: „Das ist ein konkreter Beitrag zur Artenvielfalt, wir handeln und machen nicht viel Aufhebens darum.“ Ludwig Maurer, Kreisjagdberater, hat anschließend die „Strecke verlesen“, also bekannt gegeben, wie viel Wild im zurückliegenden Jahr im Landkreis erlegt worden ist. Von den vor Ort vorkommenden Hauptwildarten wurden mehr als 1.600 Rehe und 133 Stück Schwarzwild erlegt. Die nachhaltig betriebene Jagd führe dazu, dass ein gesunder, artenreicher und dem Lebensraum angemessener Wildbestand erhalten bleibe. 

Die Bevölkerung vor Ort werde mit frischen, heimischen Wildbret versorgt – mit Fleisch aus garantiert ökologischer Herkunft. Die Strecke von über 850 Füchsen sei ein weiterer wichtiger Beitrag der Jägerschaft zum Erhalt der Artenvielfalt, seien Füchse doch ein direkter Feind zum Beispiel der Bodenbrüter und der Wasservögel. red

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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