Gartenstraße wird nicht zur Staatsstraße

Gartenstraße in Grafing: Abschied von alten Plänen 

Die Gartenstraße in Grafing
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Die Gartenstraße wird wohl so bleiben, wie sie ist

Eigentlich hätte die Grafinger Gartenstraße zur Staatsstraße aufgewertet werden sollen, um den Marktplatz vom Verkehrsdruck zu befreien. Doch daraus wird nichts

Grafing – Lange Jahre galt der Ausbau der Gartenstraße-Neu als Voraussetzung für die Verkehrsberuhigung des Grafinger Marktplatzes. Am 7. Juni 2011 hat dies die Stadt per Beschluss so festgehalten, der Gartenstraße-Neu gar den Status einer Staatsstraße (Mindestbreite 6,5 Meter) zugedacht. Doch jetzt rückt man aufgrund der Verkehrsentwicklung von diesem Ansinnen ab, obwohl die Stadt einige der benötigten Flächen bereits erwerben konnte, wie Bauamtsleiter Josef Niedermaier erläuterte.

Dem besseren Verständnis sei vorausgestellt: Die Gartenstraße-Neu hat einen anderen Verlauf als die bestehende Gartenstraße. Das idyllische Ambiente der westlichen Gartenstraße, die auf die Jahnstraße mündet, ist nicht von der Neuplanung betroffen. Vielmehr wollte man einen fast geraden Durchstich zwischen der Glonner und der Bahnhofstraße erzielen, wofür es neben der Grafinger Poststelle einen freien Platz gibt, der aktuell als Parkplatz dient. Mit der Realisierung und Inbetriebnahme der Grafinger Ostumfahrung ab 2017 begann sich die Verkehrssituation am Marktplatz zu verändern. Auch das Abhängen der Wasserburger Straße, welche die B304 und den Marktplatz quasi direkt verbunden hat, zeigt Auswirkungen. Eine weitere Entlastung, insbesondere vom Schwerlastverkehr erfolgte 2020 durch die Erstellung der südwestliche Ortsumfahrung über Nettelkofen/Grafing Bahnhof. Ein Gesamtverkehrsuntersuchung sollte anschließend Aufschluss über die neuen Verkehrsströme geben. Doch noch liegt das Gutachten nicht vor, zudem sind aktuell durch die Pandemiejahre auch andere Verkehrsaufkommen zu erwarten. Nicht warten können allerdings private Bauvorhaben, weshalb nun das Thema „Gartenstraße- Neu“ auf die Tagesordnung kam.

„Das aktuelle private Bauvorhaben berührt die Umsetzung der Gartenstraße-Neu“, erläuterte Niedermeier. Das Grundstück wird derzeit mit einem Wohn- und Geschäftshaus bebaut, bei dem „jetzt auch die Außenanlagen in einem verkehrsgerechten Zustand herzustellen sind“. Aufgrund der regionalen Umgehungsstraße lässt es sich kaum glaubhaft darstellen, dass man die Gartenstraße-Neu zur Staatsstraße aufwerten könne, so die Verwaltung. Bleibt die Gartenstraße in der Klasse der Ortsstraßen „so reicht eine Fahrbahnbreite von sechs Meter“. Dementsprechend soll eine Interimslösung zur Herstellung der Außenanlage des Hauses ausgeführt werden. ar

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