Neujahrsempfang Grafing

„Es geht uns gut in Grafing“

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Besten besucht war der Grafinger Neujahrsempfang in der Stadthalle.

Besten besucht war der Grafinger Neujahrsempfang in der Stadthalle

Grafing – In ihrer Neujahrsansprache forderte Bürgermeisterin Angelika Obermayr die rund 300 Gäste in der Stadthalle auf, mit Mut, Innovationen und Spitzentechnologie dem Klimawandel zu begegnen und somit Lebensqualität zu gewinnen. Es sei nicht die Zeit, in die Erdhöhlen zurückzukehren. „Es geht uns gut in Grafing“. Dazu gehört, dass in ihrer Amtszeit die Kanalisierung in fast allen Ortsteilen und Weilern Grafings fertiggestellt wurde und junge „Grafinger Gewächse“ sogar „Heimat in der Heimat gefunden“ hätten; wie beispielsweise im Aiblinger Anger. 

Überwiegend an heimische Betriebe seien die Gewerbeflächen im neuen Gewerbegebiet Schammach II verkauft und Arbeitsplätze Vorort geschaffen worden. „Uns geht der Platz aus“ – befürchtete Obermayr im Hinblick darauf, dass jährlich 2,5 Prozent mehr Autos im Landkreis zugelassen werden. Parkplätze für Zweit- und Drittfahrzeuge stünden in Grafing kaum noch zur Verfügung. Nicht ohne Stolz verwies sie auf die Realisierung des „g‘scheiden Radlwegs“ zwischen Grafing und Grafing Bahnhof, den sie schon vor ihrer Amtszeit stets gefordert hatte. 

Überzeugt ist Obermayr, dass die Energiewende gelingen kann. Denn „die Technologien existieren und müssen nur eingesetzt werden“. Ressourcen wie Solarkraft, Wind, Wasser und Biomasse sind vorhanden und müssten mit bekanntem Know-how genutzt werden. „Bereits 40 Prozent unseres Energiebedarfs wird von den erneuerbaren Energien gedeckt. Da geht noch mehr!“ Den echten Gewinn an Lebensqualität definierte Obermayr mit. „Ein Raumklima in einem gedämmten Haus ist ein Genuss; eine Photovoltaik-Anlage ist eine spannende Technik und spart Geld; E-Mobilität ist cool und leise, Radfahren erspart das Parkplatz-Suchen und Zugfahren ist entspannend.“ 

„Mich freut es, dass wir uns hier in der Stadthalle treffen,“ leitete Obermayr das Thema Stadthalle ein. Sich hierzu zu äußern, sei für sie ein juristischer Drahtseilakt, denn als Bürgermeisterin sei sie wegen des laufenden Bürgerbegehrens zur Neutralität verpflichtet. Dennoch zeigte Obermayr Verständnis, dass die Bürger von ihr erwarten, dass sie zum Thema eine eigene Meinung hat. „Also ich würde die Stadthalle als unser zentrales Kulturzentrum gerne sanieren und renovieren sowie den kleinen Saal unterm Dach nutzbar machen, wenn die Maßnahmen finanziell irgendwie darstellbar sind. Aber meine Meinung ist auch, dass der, der jetzt meint, die Lösung zu wissen, der weiß eigentlich gar nichts.“ Ihr Ziel sei es, Konsenslösungen zu finden und keine Kompromisse, mit denen dann die Hälfte der Betroffenen unzufrieden sei. „Revolutionen erschrecken die Leute und erzeugen Widerstände“. Hingegen sei die Evolution mühsam, aber erfolgreich. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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