+++ VOLKSFEST-MADL 2019 +++

Wir suchen das Ebersberger Volksfest-Madl 2019

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Auch 2019 suchen wir zusammen mit unseren Sponsoren und Festwirt Martin Lohmeyer das Ebersberger Volksfest-Madl.
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Ein Miteinander von Biene und Mensch

Grafing summt

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Sabine Kirchner mit einer Drohnenwabe

Gegen das lautlose Sterben der Bienen

Grafing – Sie will etwas initiieren, das ihr auf dem Weg zu einem Konzert des Grafinger Jugendorchesters in den Sinn kam: Ein Miteinander von Mensch und Biene.Sabine Kirchner von der Transition Initiative Grafing will mit ihren Mitstreitern ein Projekt in Grafing auf die Beine stellen, das sich gegen das überdurchschnittliche Sterben von Bienen wehrt.Das mit den Bienen ist tatsächlich so eine Sache. Ungefähr 25 Prozent der Bienen sterben inzwischen, obwohl die natürliche Sterblichkeitsrate der Biene im Winter bei ca. 10 Prozent liegt. Das Problem: der Einsatz von Insektiziden und Fungiziden, Viren, Bakterien, Milben sowie die großflächige Verbreitung von Gentechnikpflanzen. Ein Leben ohne die Biene ist aber für uns alle undenkbar. Denn Bienen sind notwendig für den Obst- und Gemüseanbau. Die Honigbiene ist das drittwichtigste Nutztier in der Ernährungskette des Menschen. Drei Viertel aller Nutzpflanzen, die uns ernähren, werden von Bienen bestäubt. Das Bienensterben ist also tatsächlich alarmierend, doch im öffentlichen Bewusstsein nicht wirklich verankert. „Man muss sich mal vorstellen was das für einen Aufschrei gäbe, wenn ein Viertel der Kühe tot auf den Weiden liegen würden,“ so Sabine Kirchner. Und deshalb wird Sabine Kirchner jetzt als Bienenpatin tätig und will initiieren, dass es in Zukunft wieder mehr Bienen gibt. Eine Sammelbiene z.B. bestäubt an einen Tag bis zu 3000 Blüten.Angeregt durch die Aktion „Deutschland summt“, die deutschlandweit dazu motivieren möchte, Städte bienenfreundlicher zu gestalten, will sie diesen Ansatz nun auch in Grafing umsetzen. Idee in Grafing ist es, Menschen zu finden, die bereit sind, Grundstücke zur Verfügung zu stellen, auf denen Bienenhäuser aufgestellt werden können. Dabei muss nicht jeder Imker werden, denn Sabine Kirchner schwebt vor, dass hier ein Austausch von Menschen untereinander entsteht, ein Talentetausch. Der eine stellt ein Bienenhaus, ein anderer das Grundstück, wieder andere kümmert sich darum. Ein Kreislauf soll entstehen, eine Vernetzung alles Bestehenden. Mit im Boot ist bereits das Projekt „Bürger Vermögen Viel“. Noch sei die Idee in den Kinderschuhen. Deshalb finden nun am kommenden Wochenende, am 14. November und 16. November erste Auftaktveranstaltungen zu „Grafing summt“ in der Casa Creativa, im evangelisches Pfarrheim und im Saal des Heckerbräu in Grafing statt. Den Beginn dieser Veranstaltungsreihe macht ein Filmabend am 14. November um 19.30 Uhr in der Casa Creativa in der Grandauerstrasse 4. Gezeigt wird ein 30minütiger Dokumentarfilm des Regisseurs und Drehbuchautor Berndt Welz. Für den Film „Tod im Bienenstock“ hat der Autor bereits den Hoimar-von-Ditfurth-Preis der Deutschen Umwelthilfe erhalten. Im Anschluss an die Filmvorführung wird Berndt Welz von seinen Recherchen erzählen und es gibt die Möglichkeit zu Austausch und Vernetzung. Am Sonntag darauf kommt man zwischen 14 Uhr und 18 Uhr zur Ideenschmiede zusammen. Dort sollen Ideen gesammelt und deren Umsetzung überlegt werden. Auch dabei steht der Gedanke der Vernetzung im Zentrum. Im Rahmen eines Bürgerprojekts soll Grafing samt Umgebung langfristig zu einer ganz besonderen bienen- und menschenfreundlichen Region werden. Diese Ideenschmiede findet im evangelisches Pfarrheim in der Glonnerstrasse 7 statt. Und am Sonntag Abend schließlich gibt es um 19 Uhr in der Heckerbräu am Marktplatz Grafing eine Zusammenfassung der nachmittäglichen Ideenschmiede: Deren Ergebnisse werden präsentiert, zudem wird nochmal das Prinzip der Bürgerkarte „Bürger Vermögen Viel“ vorgestellt.Das Ganze ist eine offene Veranstaltung. Wer sich also von den Bienen angesprochen fühlt oder wem die Umwelt und das Miteinander von Mensch und Biene am Herzen liegt, der sollte da mittun. Wer an den Terminen keine Zeit hat, kann sich auch so bei den Akteuren melden und seine Ideen und Vorschläge einbringen. Neben Sabine Kirchner, von der die Idee stammt, wirken Michaela Müller, Klaus Kopp, Loren Rosenbaum, Ingrid Schmidt, Michael Springer im Projektteam mit.Weitere Informationen finden sich unter www.transitiongrafing.de. Spannende und wichtige Sache! Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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