„Grüne“ Wiedervereinigungserinnerung

Grafinger Denkmal sorgt für Emotionen 

Grafinger Stadtpark
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Der Grafinger Stadtpark mit rostbraunem Kunstobjekt aus der Zeit des Skulpturen-Weges (rechts) und den vier Bäumen mit Betonplatte.

Grafinger Bürger wie Stadträte hinterfragen die Wiedervereinigungserinnerung

Grafing – Ein Symbol der wachsenden Wiedervereinigung sollen die vier Bäume im Grafinger Stadtpark sein; darüber hätte die aufgestellte Betonplatte die Stadtparkbesucher informieren sollen. Doch die Betonplatte wurde nicht wie geplant unter Leitung von Jugendpfleger Al-Kass gestaltet, sondern von der „Grünen Jugend“ besprüht. Kritik und Unverständnis hagelte es in den Sozialen Medien und in der Stadtratssitzung.

Bereits bei den Bürgerfragen zu Beginn der Sitzung kritisierte man, dass hier eine CSU-Veranstaltung im Stadtpark stattgefunden habe. Ein weiterer Kritikpunkt war, die Einladung hierzu an die Stadträte und Ehrengäste sei durch das Vorzimmer des Bürgermeisters erfolgt. Die öffentliche Aufregung erfolgte aber erst jetzt.

Auch für die Betonplatte gab es herbe Kritik, sie gleiche einer Mauer, die doch eigentlich gefallen sei. „Wir sind ein Teil der Jugend“ so die „Grüne Jugend“, weshalb man wohl zur Farbe gegriffen hat, aber nicht berücksichtigte, dass dies unter Leitung des Grafinger Jugendpflegers hätte stattfinden sollen. Huber hatte Al-Kass bei der Feierstunde, den Gäste darunter auch Mandatsträger der Grünen, vorgestellt und gebeten dies zu übernehmen.

Dürfe jeder ohne Bauantrag und Genehmigung durch den Stadtrat im Stadtpark Objekte aufstellen sowie es Christian Bauer getan, fragte eine Grafinger Bürgerin.

Kraft seines Amtes hatte Christian Bauer als Bürgermeister die Genehmigung zur Aufstellung der Betonplatte erteilt „im Rahmen der laufenden Geschäfte“. Gemäß dem Baurecht, so war von Verwaltungsseite her zu erfahren, sei nach Artikel 57 die Errichtung der Betonplatte ein verfahrensfreies Vorhaben, gleich ob es als ein Denkmal oder als eine von der Größe her unbedeutende Anlage eingestuft werde. Auch Bauers Amtsvorgängerin Angelika Obermayr hatte den Skulpturenweg auf diesem Rechtsweg genehmigt. Unweit der vier Bäume steht noch heute ein Objekt, das gestapelte Münzen darstellt, von denen die oberste angehoben ist. Der Künstler hatte es nicht abgeholt, sondern der Stadt gespendet, wie von Obermayr zu erfahren war.

Nur von kurzer Dauer war der Aufschrei in den Sozialen Medien „Grafing hat keinen Hubschrauber-Landeplatz mehr!“ Einen offiziellen im Flächennutzungsplan eingetragenen Hubschrauber-Landeplatz hatte Grafing nie. Gemäß der gesetzlichen Bestimmung kann ein Hubschrauber im Einsatz für den Notfall überall dort landen, wo es technisch und räumlich möglich ist, so die Auskunft eines Fachmanns. „Die Mauer wieder einreißen“, so der Rat von FW-Stadtrat Christian Einhellig. Anja Walz, ehemalige Stadträtin und langjährige Bürgerin im östlichen Deutschland, riet die Betonplatte mit Wissenswertem über das Leben zu DDR-Zeiten zu füllen - ar

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