Grafinger Heilandskirche

Relikt der Grafinger Heilandskirche 

(v.li.): Stadtarchivar Bernhard Schäfer, Bürgermeister Christian Bauer, Pfarrer Axel Kajnath und Hauseigentümervertreter Peter Rothmoser.
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Sie veranlassten die Informationstafel zur Heilandskirche (v.li.): Stadtarchivar Bernhard Schäfer, Bürgermeister Christian Bauer, Pfarrer Axel Kajnath und Hauseigentümervertreter Peter Rothmoser.

Kanzelfuß: Achteckiger Stein erinnert an erste evangelische Kirche

Grafing – So recht passt der achteckige Muschelkalksockel nicht an die Hausecke in der Glonner Straße 6. Doch seit 1924 hat er hier seinen Platz, war der Kanzelfuß in der Heilandskirche, des ersten evangelischen Gotteshauses im Landkreis.

Erst zu Beginn der 1900er Jahre formierten sich evangelische Christen vor Ort zu einer Tochtergemeinde der bereits seit 1837 bestehenden evangelische Kirche und Schule in Feldkirchen bei München wurde. Zu dieser Zeit wurde das alte Feuerwehrgerätehaus in der Glonner Straße nicht gebraucht und zur Kirche, später sogar mit einer Apsis umgebaut. Ein halbes Jahrhundert war die evangelische Kirchengemeinde so stark angewachsen, dass man beschloss, an der Glonner Straße gegenüber die neue Auferstehungskirche zu bauen, die 1970 fertiggestellt wurde. Nicht allzu viel ist von der Heilandskirche in Grafing übriggeblieben. Eine Tafel mit historischem Foto und einer kurzen Information zur Historie des Ortes informieren interessierte Passanten. 1981 wurde das alte Gebäude abgebrochen.

Die neuen Hauseigentümervertreter Rothmoser stimmten beim Bau zu, den achteckige Muschelkalksockel der Kanzel ins Bauwerk einzubeziehen. Die kleineren und größeren sakralen Einrichtungen der Heilandskirche finden sich heute an vielen Orten wieder. So steht der Taufstein aus rotem Marmor in Aßling, die hölzerne Kanzel ist privat untergebracht, die Propheten-Darstellungen wurden herausgelöst und sind als einzelne Bilder im Büro des Gemeindehauses der Auferstehungskirche zu sehen. Auch das Kreuz wird verwahrt. ar

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