Grafinger Rechenschaftsbericht 2019

Grafing: Kinder kosten Geld

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Zu den größten Ausgaben im Jahr 2019 zählte die Grundschulerweiterung und -sanierung mit 6,7 Millionen Euro in Grafing.

Zu den größten Ausgaben im Jahr 2019 zählte die Grundschulerweiterung und -sanierung mit 6,7 Millionen Euro in Grafing.

Grafing – Kinderbetreuungskosten und die Nähe zu München zeichnen den Grafinger Haushalt. „Es war vorläufig mein letzter Haushalt“, begann Bürgermeister und Grafings ehemaliger Kämmerer Christian Bauer seine Ausführungen zur Jahresrechnung 2019, in der im Gegensatz zum Haushaltsplan die tatsächlichen Ein- und Ausgaben festgehalten sind. 

Einzelne Daten stellte Grafings stellvertretende Kämmerin Veronika Kainz vor. In seinem Resümee zeichnete Bauer Grafings Situation. Man habe 2019 weniger ausgegeben als geplant, daher auch eine um rund eine Million Euro geringere Kreditneuaufnahmen tätigen müssen. Mit den Einrichtungen in Oberelkofen und im Dobelweg werden heuer in Grafing zwei neue Kindertagesstätten ihren Betrieb aufnehmen. 

Mit 4,6 Millionen Euro schlägt in Grafing allein die Kinderbetreuung zu Buche, „die Hälfte davon zahlt der Freistaat“. Bei den Personalkosten spürt die Stadt „Grafing bei München“, die Nähe zur Landeshauptstadt. Um 111.000 Euro stiegen die Personalkosten auf knapp 5,4 Millionen Euro. Denn „die München-Zulage war höher, als wir gedacht haben“, erklärte Bauer. Zum dritten Mal in Folge seien die Gewerbesteuern um jeweils rund 100.000 Euro rückläufig gewesen. 

Knapp 5,2 Millionen Euro betrug das Gewerbesteueraufkommen; hingegen lag der Einkommenssteueranteil bei 10,7 Millionen. Eine generelle Unterdeckung der sogenannten „Kostendeckenden Einrichtungen“ wie im Bereich der Bestattung, des Abfalls sowie des Wassers/Abwassers aber auch Freibad und Stadthalle sei in Grafing festzustellen, so Bauer. Auf Gebührenerhöhungen, die aus dem Ratsgremium kamen, ging Bauer nicht ein. 

Zu den größten Ausgaben im Jahr 2019 zählte die Grundschulerweiterung und -sanierung mit 6,7 Millionen Euro; die Umbauten vorhandener Gebäude zu Kindertagesstätten wurden für 2019 beziffert mit „Alte Schule Oberelkofen“ 400.000 Euro, „Gewerbehalle“ 100.000 Euro und „Haseitl-Haus/Dobelweg“ mit 260.000 Euro. Die Sanierung der Wasserburger Straße samt Gehwegerrichtung kostete 1,6 Millionen Euro. Die Sportförderung bezüglich des Eisstadions wurde mit 71.000 Euro doppelt so teuer wie geplant. Der Radwegbau Straußdorf-Pörsdorf kostete 225.000 Euro. 310.000 Euro investierte Grafing ins Grundstück für die P+R-Erweiterung. 4,4 Millionen konnte Grafing durch den Grundstücksverkauf im Gewerbegebiet erzielen.ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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