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Großer Trubel in St. Christoph

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Traditionelle Pferde- und Traktorweihe lockt viele Besucher

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St. Christoph – Historisch gesehen war der heilige Christophorus ein Furtengänger im kleinasiatischen Raum - der Region der heutigen Türkei. Das berichtete der einstige Steinhöringer Pfarrer Peter Vogelsang vergangenen Samstag in seiner Predigt vor der traditionellen Pferde- und Traktorweihe in der Kirche von St. Christoph. Vor der Kirchentür eine lange Schlange. 

An die 100 Traktoren warteten auf den Segen des Pfarrers. „Damals gab es in dem Bergland keine Straßen, das Reisen war äußerst beschwerlich und wollte man ein Wasser überqueren, so brauchte man die Hilfe eines Furtengängers, einem starkem Kerl, der Reisende über Flüsse brachte.“ In der christlichen Legende trägt der Mann mit dem Prügel in der Hand ein Kind über ein Gewässer. Es wird schwerer und schwerer. Christophorus trug Jesus, den Retter und Erlöser der Welt, „damit die gesamte Christenheit.“ Deshalb gilt der Christusträger als Patron der Fährleute und Furtengänger und wurde zum Schutzheiligen der Reisenden. 

Kein Wunder also, dass in St. Christoph einmal jährlich eine Pferde- und Traktorweihe samt Fahrzeugsegnung abgehalten wird. Seit 1932 ziehen die Reiter mit ihren Pferden und die Bauern mit ihren landwirtschaftlichen Maschinen am Samstagabend vor dem 25. Juli vor der Kirche vorbei, um sich vom Pfarrer einen Segen geben zu lassen, der freilich fruchtbare Ernte bringen soll. Am darauffolgenden Sonntagmorgen werden dann die PKWs und LKWs gesegnet. 

Auch dieses Jahr ein großes Spektakel. Vor allem am Samstag waren zahlreiche Schaulustige gekommen, die rechts und links der Straße Spalier standen, um das Schauspiel zu beobachten. Am Sonntag machte das Regenwetter einen kleinen Strich durch die Rechnung, doch viele fuhren auch ihre Fahrzeuge zur Segnung, so dass sie nicht zugleich Teil des Publikums sein konnten. An diesem Sonntag jedenfalls kam das Weihwasser nicht nur vom Aspergill, dem Weihwasserwedel, sondern auch direkt von oben. Kees

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