„Umwelt- und Klimaschutz fängt vor der Haustüre an“

In Vaterstetten wurde aufgeräumt

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Über 30 Teilnehmer sammelten gemeinsam mit Vaterstettens grünem Bürgermeisterkandidaten David Göhler (Bildmitte, grünes Shirt) Müll im Gemeindegebiet.

Ob zu Fuß oder mit dem Rad, ob joggend oder mit Hund. Schnapsflaschen, Plastikverpackungen und vieles mehr wurde in Vaterstetten gesammelt. Initiiert wurde die Aktion vom grünen Ortsverband Vaterstetten.

Vaterstetten – „Grün räumt auf“ - unter diesem Motto trafen sich über 30 Teilnehmer zu einer Aktion, zu der der Vaterstettener Ortsverband der Grünen aufgerufen hatte. Ob zu Fuß, radelnd, joggend oder walkend, mit oder ohne Hund, in jedem Fall aber ausgestattet mit Mülltüten und Greifzangen machten sich die Freiwilligen daran, die Gemeinde von achtlos in die Natur geworfenem Müll zu befreien. 

„Umwelt- und Klimaschutz fängt vor der eigenen Haustür an“, betonte David Göhler, Bürgermeisterkandidat der Vaterstettener Grünen, und ergänzte: „Gerade der Plastikmüll wird uns auch in vielen Jahren noch zu schaffen machen, das Ortsbild beeinträchtigen und als Mikroplastik unsere Gesundheit schädigen.“ Ein extra gebildeter Arbeitskreis hatte die Aktion vorbereitet und das Gemeindegebiet in mehrere Bereiche unterteilt, so dass die vielen Freiwilligen – darunter auch etliche Kinder und Jugendliche – in fünf Gruppen aufgeteilt werden konnten. 

Zwei Helfer pendelten mit ihren Rädern plus Anhängern zwischen den Gruppen, um volle Müllsäcke und größere Abfallteile abzutransportieren. Göhlers Gruppe hatte sich die Region zwischen Gluckstraße und Rossinizentrum vorgenommen. In dieser Gruppe war auch eine Familie, die erst im September aus Russland nach Vaterstetten gezogen ist: „Wir haben die Plakate gesehen und fanden gleich, dass das eine gute Idee ist“, erzählte die Mutter. Ihr neunjähriger Sohn war in seinem Eifer kaum zu bremsen: Kein Gebüsch war ihm zu dicht, wenn es galt, ein Stück Plastikmüll daraus hervorzuziehen. 

Vor allem das Wäldchen an der Gluckstraße entpuppte sich als die reinste Müllkippe: Schnapsflaschen, Glasscherben, Plastikverpackungen aller Art, ein langes Metallrohr und sogar Damenunterwäsche fanden die Sammler dort sowie jede Menge Zigarettenkippen: „Die Leute haben wohl noch nie etwas von Taschenaschenbechern gehört“, schimpfte ein Teilnehmer. Eine Anwohnerin, die mit ihren Kindern zufällig an der Haustür stand, als die Müllsammler vorbeikamen, freute sich über das Engagement und ihre Kinder sagten: „Wir finden das doof, dass hier immer so viel Müll hingeschmissen wird!“ 

Am Ende wurde der gesammelte Müll zum Rathaus gebracht, dort sortiert und schließlich zum Wertstoffhof transportiert. Die Ausbeute umfasste auch alte Autoreifen, dicke Zeitungsstapel und ein uraltes Fahrrad. Und auch das gute Wetter trug erheblich zur guten Laune bei: „Sonnenschein und Umweltschutz – sinnvoller hätte ich diesen Tag nicht nutzen können“, sagten einige. Zufrieden war auch Johannes von der Forst, Sprecher der Grünen in Vaterstetten: „Das war eine absolut gelungene Aktion, die wir nun jährlich wiederholen werden. se

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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