Aus dem Vaterstettener Gemeinderat

Parsdorf und Weißenfeld: Ortsumfahrungen liegen im Zeitplan

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Die Ortsumfahrungen für Weißenfeld und Parsdorf liegen im Zeitplan, sagt die Gemeinde.

Grüne Zweifel unbegründet - Die Planung der Ortsumgehungen von Parsdorf und Weißenfeld liegen laut dem Rathaus Vaterstetten im Zeitplan.

Vaterstetten – „Die Finanzierung der Ortsumgehungen ist nicht in Gefahr.“ Der zweite Bürgermeister der Gemeinde Vaterstetten, Martin Wagner (CSU), widerspricht damit deutlich den Darstellungen der Grünen. Die hatten in einer Pressemitteilung gemutmaßt, dass der Zeitplan für die Fertigstellung der Umgehungsstraße nicht hinhauen werde und „somit der wegen seiner engen zeitlichen Begrenzung miserabel ausverhandelte Zuschuss von 4,5 Millionen Euro entfällt“. Schließlich gäbe es immer noch keine Genehmigung von der Regierung von Oberbayern, ein Baubeginn sei damit noch Jahre entfernt. 

Fast alle Anträge und Einwände, die nach dem Erörterungstermin im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens bei der Vaterstettener Verwaltung eingegangen seien, seien inzwischen abgearbeitet, meldet Wagner. Anfang März sei alles der Regierung von Oberbayern zugeleitet worden. „Aus Sicht der Gemeinde wurden keine Äußerungen vorgebracht, die den Abschluss des Planfeststellungsverfahrens gefährden können.“ Damit könnte der Planfeststellungsbeschluss, also die Baugenehmigung für die Ortsumfahrungen, noch in diesem Jahr erfolgen. „Die Planungen für die Ortsumgehungen von Weißenfeld und Parsdorf befinden sich daher noch im Zeitplan“, beteuert der Vize-Bürgermeister. Auch die Finanzierung sei im Haushalt entsprechend abgesichert. Die Gemeinde rechnet für Mitte 2021 mit dem Baubeginn für den ersten Teilabschnitt Parsdorf. Die Fertigstellung könne daher noch bis zum 31. Dezember 2023 erfolgen. 

„Damit ist auch der Baukostenzuschuss des Investors, der speziell für den Abschnitt der Umfahrung Parsdorf vereinbart wurde, nicht in Gefahr“, so Wagner. Dieser Sachstand sei den Grünen durchaus bekannt, sagt der Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion, Sepp Mittermeier. „Warum jetzt diese Unkenrufe?“ 

Die SPD stehe nach wie vor zu den Umfahrungen und werde sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass sie so schnell wie möglich komplett umgesetzt werde. „Das haben wir den Bürgern der Ortschaften im Zusammenhang mit der Entwicklung des Gewerbegebiets Parsdorf II versprochen und dazu stehen wir“, erklärt SPD-Bürgermeisterkandidatin Maria Wirnitzer. Die Wahlwerbung der Grünen „Mehr Lebensqualität für die Dörfer“ passe allerdings so gar nicht zur grundsätzlichen Ablehnung der Umfahrungen. Auch die Vaterstettener CSU appelliert an die Grünen, ihren Widerstand gegen dieses Projekt endlich aufzugeben und es nicht weiter madig zu reden. CSU-Bürgermeisterkandidat Leonhard Spitzauer: „Irgendwann muss man auch mal eine demokratische Entscheidung, die mit einer Mehrheit von 80 Prozent im Gemeinderat getroffen wurde, akzeptieren.“ CSU, SPD, Freie Wähler und FDP hatten zuletzt ein Ende des Planfeststellungsverfahrens gegen die Stimmen von Grünen und AfD abgelehnt. Spitzauer verweist darauf, dass insgesamt 27 Varianten für die Ortsumfahrungen untersucht worden seien. Die Gemeinde habe sich diese Sache also wirklich nicht leicht gemacht.

Die prognostizierte Verkehrsentlastung von 70 Prozent für Weißenfeld, 65 Prozent in Parsdorf und 63 Prozent in Hergolding bezeichnet Spitzauer als „gigantisch gute Werte“. Das Projekt bleibe damit absolut sinnvoll. Zudem hätten sich die betroffenen Bürger in einer Haushaltsbefragung mit überwältigender Mehrheit für den Bau der Ortsumfahrung ausgesprochen. die

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