Bauausschuss Zorneding

Hallenbau mit Nachahmer-Effekt?

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Landwirtschafliche Flächen sollen von Zersiedelung verschont bleiben

In Zornedings Süden möchte ein Bauherr eine Halle errichten. Droht dadurch die Zersiedelung? Im Bauausschuss wurde dies diskutiert

Zorneding – Nicht nur Christian Krumpholz (CSU) hat grundsätzlich ein Problem mit großen Hallen im Außenbereich des Zornedinger Gemeindegebiets. So wie der 3. Bürgermeister äußerten sich auch andere Mitglieder bei der jüngsten Sitzung im Bauausschuss eher negativ zu einer Baugenehmigung im Zornedinger Süden: Eine Lager-, Stroh, Getreide- Maschinenhalle, die laut Sachvortrag wegen ihrer Lage und Größe weithin sichtbar sein wird. 

Auf der bis dahin „von landwirtschaftlicher und gewerblicher Bebauung völlig freigehaltenen Fläche“ könnten durch die Hallenerrichtung weitere landwirtschaftliche Gebäude folgen. Dann wäre eine „Vorbildwirkung“ für benachbarte Landwirte durchaus in Betracht zu ziehen. Immerhin: Die Halle, rechts der Bucher Straße, soll 45 Meter lang und 22 Meter breit werden. FW-Rat Wilhelm Ficker spricht von „gewaltigen Dimensionen“. Der Bauherr besitzt 26 Hektar Landwirtschaftsfläche, zudem elf Hektar Wald. Aber auf dem Betriebsgelände des Antragstellers ist „kein geeigneter Platz für eine Lagerhalle vorhanden“, wie dieser nach Rücksprache mit der Zornedinger Verwaltung betont. Denn: Die dortigen Grünflächen würden als Weidefläche für Pferde benötigt. 

Und hier scheiden sich im Bauauschauss die Geister: Denn, nur weil jemand Pferde zur Freizeitgestaltung unterstellt, habe dies mit Landwirtschaft nix zu tun, so Ficker, der damit eine mehrheitliche Meinung vertrat. Letztlich dürfte es zwar keinen Zweifel an der landwirtschaftlichen Tätigkeit des künftigen Bauherren geben, aber die Gefahr einer Spittersiedlung und nachfolgender Bebauungen auf der Zornedinger Flur ließen die Mehrheit, also fünf Ausschussmitglieder gegen drei, für die Ablehnung dieses Bauantrags stimmen. Ob´s dienlich ist oder nur ein symbolisches Zeichen? Denn: Weil das Landratsamt ein solches Projekt in der Landwirtschaft als privilegiert, also anderen Aspekten vorrangig/berechtigt ansieht, kann diese Entscheidung von dort aus wieder aufgehoben werden und der Landwirt wird dann die Halle errichten.osw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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