Bessere Infrastruktur, weniger Bürokratie

Wünsche und Sorgen des Handwerks im Landkreis

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Landkreis – Händeringend sucht das Handwerk Fach- und Nachwuchskräfte, wünscht sich eine gute Verkehrsinfrastruktur in ländlichen Gebieten und innerörtlich uneingeschränkte Baustellen-Zufahrten. Nicht zuletzt erwartete man eine mittelstandsorientierte Baupolitik, wobei beispielsweise bestehende Handwerksbetriebe nicht durch angrenzende Wohngebäude in ihrer Betriebstätigkeit eingeschränkt werden. „Viele Handwerker schwanken zwischen Wut und Resignation angesichts der Fülle an Regularien, Vorschriften und Dokumentationspflichten“, so Johann Schwaiger, Kreishandwerksmeister im Landkreis Ebersberg. 

Daher kommt der Appell, auf regionaler Ebene Hindernisse soweit wie möglich abzubauen und die Infrastruktur weitestgehend aufzubauen. Dabei ist für das Handwerk entscheidend, dass auf den Erhalt und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur seitens der Kommunen und des Landkreises geachtet wird. Man wünscht sich zügige Verwaltungsprozesse und Entscheidungen wie etwa bei der Genehmigung von Bauanträgen, Ausschreibungen und das Einholen von Angeboten in Auftragsplattformen. Bestehende Betriebsstandorte dürfen durch weiter herannahende Wohnbebauung oder andere planungsrechtliche Maßnahmen nicht gefährdet werden. Das Handwerk fordert bei künftigen Ausweisungen von Flächen für Einzelhandelsgroßprojekte verstärkt auf eine interkommunale Abstimmung zu achten, um im ländlichen Raum eine Konzentration auf wenige Standorte zu vermeiden.

„Wir brauchen Kontinuität statt kontinuierlicher Änderung“

 „Als Ideengeber des Berufsschulzentrums in Grafing Bahnhof ist mir besonders wichtig, dass die Auszubildenden ihre Berufsschule mit öffentlichen Verkehrsmitteln schnell erreichen können“, erklärt Johann Schwaiger. Die Verbesserung des ÖPNVs in ländliche Regionen hat für ihn hohe Priorität. Generell fordert Schwaiger: „Der Gesetzgeber und die Verwaltung müssen umdenken. Bürokratieabbau bedeutet Vorschriften zu streichen. Wir brauchen Kontinuität statt kontinuierlicher Änderungen von Vorschriften“. Schwaiger erwartet von der Politik Entschlossenheit im Kampf gegen Bürokratie. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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