Haus der Vereine wird wohl nicht abgerissen

Haus der Vereine: Zornedings Historie bleibt erhalten

Haus der Vereine in Zorneding
+
Einst Rathaus und Schulhaus, das Haus der Vereine in Zorneding

Es diente als erste Schule in Zorneding und es war auch die Heimat für das erste Rathaus dieser Gemeinde: Das Haus der Vereine, wie das Gebäude neben der katholischen Kirche St. Martin heute genannt wird.

Im Bauausschuss wurde jüngst lange darüber diskutiert, ob für den historischen Bau eine intensive Sanierung oder gar der Abriss erfolgen sollte. Bürgermeister Piet Mayr erinnerte an die lange Historie des Hauses, an seine ortsprägende Wirkung, dass es atmet und „Charakter hat“. Und so klang er nicht nach einem Abriss-Befürworter.

Dass vor Ort dringender Handlungsbedarf besteht, daran wurde im ganzen Rund nicht gezweifelt: Denn die Trockenlegung des Kellers sowie die Installation eines neuen Heizsystems sind unumgänglich. Zudem ist unter anderem wegen der Aktualisierung des Brandschutzes die Erneuerung der Grundinstallationen erforderlich. Eine Sanierung würde mit 1,2 Millionen Euro zu Buche schlagen, ein Abriss und Neubau summieren sich voraussichtlich auf 2,5 Millionen, so der Sachvortrag.

Daran hatte FDP-Rat Peter Pernsteiner so seine Zweifel, denn er ging von fünf bis sieben Millionen aus. Doch aktuell gäbe es aus seiner Sicht andere Prioritäten, zudem wäre so viel Geld coronabedingt zusätzlich schlichtweg nicht verfügbar. Das Thema vertagen, lautete sein Vorschlag. Als Freund eines Neubaus zeigte er sich ebenso wenig wie die anderen Ausschussmitglieder. Immerhin 160 Jahre hat der Bau an der St. Martinkirche bereits auf dem Buckel. Man könne auch im Hinblick auf das dazugehörige, noch unbebaute Gelände versuchen, Alt und Neu zu vereinen, mit Sanierung und Neubau, so ein gut geheißenes Argument aus der Runde. Um Pläne und Ideen hierzu einzuholen, bräuchte es keine teuren Gutachter. Vielmehr könnten es doch kostengünstige Studenten aus dem entsprechenden Fachgebiet ins Auge fassen, so Piet Mayr.

Seine CSU-Kollegin Jutta Sirotek bejahte, denn sie kenne einen Professor, der so einen Auftrag für seine Schützlinge begrüßen würde. Aber eine Entscheidung wurde am Sitzungsabend nicht getroffen. Eine eigene Klausurtagung soll geplant werden, um mit diesen Ergebnissen dann erneut im Bauausschuss zu entscheiden. Der aber wird erst wieder im Dezember 2021 stattfinden.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Bauchwand- und Leistenbrüche nicht unterschätzen!
Bauchwand- und Leistenbrüche nicht unterschätzen!
15-km-Regel tritt im Landkreis Ebersberg in Kraft
15-km-Regel tritt im Landkreis Ebersberg in Kraft
Mehrere betrügerische Anrufe durch „falsche Polizeibeamte“
Mehrere betrügerische Anrufe durch „falsche Polizeibeamte“
Start für die Sicherheitswacht in Vaterstetten
Start für die Sicherheitswacht in Vaterstetten

Kommentare