Ebersberger Innenstadtentwicklung

Ebersberg: Wohnen statt Parken

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Architektin und Stadtplanerin Karin Schmid stellte dem Technischen Ausschuss die vier besten Architektenmodelle vor. Jetzt haben die Ebersberger Zutritt zur Ausstellung.

Auf dem Hölzerbräu/Feuerwehr-Areal entsteht ein Meilenstein der Ebersberger Innenstadtentwicklung

Ebersberg – Rund 50 bis 60 neue Wohnungen in unterschiedlichen Größen werden mitten in Ebersberg entstehen. Fast unmittelbar neben dem historischen Rathaus, dort, wo jetzt die großen Parkflächen und das Feuerwehrhaus sich befinden, werden mehrere meist dreigeschossige Häuser errichtet. Wie Ebersbergs Mitte sich gestalten wird, zeigt die aktuelle Ausstellung der zehn Architekten-Modelle in den Räumen der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, Altstadtpassage 4, Ladenfläche im EG bis zum 31. Juli, Montag bis Mittwoch jeweils von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr. Es gelten die Corona- Hygieneschutzmaßnahmen. 

Für die erfahrene Architektin Karin Schmid war es die erste Corona-Preisgerichtssitzung bei einem Städtebaulichen Wettbewerb. Eigentlich wollte man das Ergebnis noch in der vergangenen Legislaturperiode präsentieren. Doch dann kam Corona und erstmals wurden alle eingereichten Arbeiten auf digitalem Weg begutachtet, ihr Vor- und Nachteile besprochen. Das Hölzerbräu-Gebäude als solches bleibt erhalten und wird auch weiterhin als Beherbergungsbetrieb geführt werden. Das direkt angrenzende Grundstück der Stadt Ebersberg, das derzeit mit dem Feuerwehr-Gerätehaus und Wohnungen bebaut ist, wurde in den Städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung einbezogen. Der Ebersberger Stadtrat hatte beschlossen, dass „diese zentrale Lage mit guter Anbindung und Erreichbarkeit der innerstädtischen Infrastrukturen als hochwertiges Stück Stadt mit hohem Wohnwert für die Bewohnerinnen und Bewohner zu entwickeln ist“. 

Allen drei ersten Preisträger ist gemeinsam, dass man in zwei unterirdischen Etagen Parkflächen vorfindet. Auch sonst passte man sich der innerstädtischen Struktur an. „Die hier errichteten Wohnungen sollen sowohl als Eigentum zu erwerben, aber auch als auch als Mietobjekte zu nutzen sein. Auch geförderte Wohneinheiten sollen sozialschwächeren Bürger angeboten werden können“, erläuterte die Vorsitzende des Preisgerichts Karin Schmid. 

Wichtig bei der Beurteilung der Modelle war die Anbindung zwischen dem neuen Quartier und dem historischen Marktplatz. Die Siegerarbeit zeige sowohl eine klare Randbebauung entlang der Eberhard Straße auf und entwickle parallel innerhalb des Quartiers die Art der bestehenden Bebauung weiter. Der Hof hinter der Randbebauung werde mit „einem eigenständigen Haustypus aus sechs skulpturalen, gut proportionierten Punkthäusern gestaltet“, lobte Schmid das Model des ersten Preisträgers. Jeweils drei dieser Häuser gruppieren sich um einen kleinen Platz, womit eine angenehme, intime Nachbarschaft gebildet werde. Man schaffe Freiräume von hoher städtischer Aufenthaltsqualität. Schmid betonte, das neue Stadtquartier gliedere geschickt und klar öffentliche, halböffentliche und private Freiräume. 

Nun haben die drei Architekten-Teams die Möglichkeit, die vom Preisgericht monierten Einzelheiten zu verbessern. Am 21. Juli wird in der Stadtratssitzung erneut über die Modelle debattiert. Anschließen beginnen die Architekten mit der Bauplanung. Läuft alles sehr optimal, könnte der Baubeginn auf dem Hölzerbräu/Feuerwehr-Areal Ende 2021/Anfang 2022 beginnen, meinte Bauamtsleiter Christian Stöhr. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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