Kommunalwahl 2020 in Emmering

Hubert Rüegg kandidiert in Emmering für das Bürgermeisteramt

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Unter ihm als Bürgermeister sollen die Baugebiete in Emmering ihren Abschluss finden: Hubert Rüegg.

Der Elektromeister Hubert Rüegg kandidiert für die CSU um das Amt des Bürgermeisters in Emmering.

Emmering - Der 52jährige ist in Wasserburg geboren und in Schalldorf aufgewachsen. In Rosenheim arbeitet er als Meister bei einem Getränkehersteller. Seinen Job würde er auf Teilzeit reduzieren, sollte er die Wahl gewinnen. 18 Jahre lang saß der Mann bereits in Emmerings Gemeinderat, weiß also gut, was auf ihn zukäme. Nur die letzte Legislaturperiode hat er „pausiert“, weil er sich, wie er erzählt, in die Querelen um den derzeit amtierenden Bürgermeister nicht einmischen wollte. 

„Wir müssen vorwärts schauen, in die Zukunft,“ so seine klare Überzeugung, „und nicht nach hinten. Und das gemeinsam.“ Seine politischen Vorstellungen sind recht konkret. So ist dem einstigen Schriftführer des Schützenvereins der soziale Bereich wichtig. „Hier gilt es, die Kinderbetreuung zu erweitern,“ erklärt er. „Die Sache läuft zwar bereits, dennoch gibt es da noch einiges zu tun.“ 

Worum er auch - ganz unabhängig von seiner Kandidatur - kämpft, ist um den Erhalt des einzigen Geldautomaten im Ort. Der soll nämlich noch im Februar abgebaut werden. Ein Unding, wie er findet. „Gerade für ältere Menschen wäre das schwierig. Wo sollen die Geld abheben, Überweisungen tätigen? So etwas kann man doch nicht machen.“ Eine Unterschriftenliste zum Erhalt des Geldautomaten hat er bereits initiiert. Sollte das keinen Erfolg haben, so würde er sich als Bürgermeister um einen Ersatz bemühen. Zum Hintergrund erzählt er, dass in die einstige, bereits vor Jahren geschlossene Bankfiliale demnächst die Gemeindekanzlei einziehen soll. Das Gebäude hat die Gemeinde kürzlich gekauft.

Modernisierungen gegenüber ist Rüegg aufgeschlossen. So will er beispielsweise die Schule digital aufrüsten. Auch wenn er die kritische Haltung zu digitalen Schultafeln versteht, so hält er solche Tafeln dennoch für sinnvoll, denn es wäre wichtig, dass die jungen Menschen in der Schule auch die Gefahren der digitalen Welt vermittelt bekämen. Ein weiterer Punkt auf seiner Agenda ist die Wasserversorgung in Emmering. Da der einzige Brunnen in der Gemeinde an seine Leistungsgrenze stößt, „brauchen wir dringend einen neuen Brunnen. Und zwar bevor wir überlegen, ob wir Trinkwasser zukaufen müssen.“ 

Außerdem liegt ihm daran, die Bürger beim Wassersparen zu unterstützen. Beispielsweise könnte die Regenwassernutzung verbessert werden. Was auch endlich einen Abschluss finden soll, sind die Baugebiete am „Schmiedgarten“ in Schalldorf und das Baugebiet „Emmering NordWest“. „Seit zwölf Jahren ist das in Planung und stockt immer wieder. Es ist an der Zeit, diese Vorhaben umzusetzen. Die Menschen möchten endlich bauen.“ 

Klar ist für Rüegg, dass auch unter seiner Rathausleitung Bauland weiterhin auch an Einheimische vergeben werden soll. „Weil der Bedarf einfach da ist,“ sagt er klar. In Sachen Gewerbegebiet ist er zurückhaltender. Bei dem umstrittenen Vorhaben sollten die Bürger miteinbezogen werden. Es gelte, in einem Prozess mit allen zu klären, was die Emmeringer wollen. Wie er es aus seinem Berufsleben kennt, so könnte das in einer Gruppenanalyse diskutiert werden. So könnte man herauszubekommen, ob und wie der Bedarf für ein solches Gewerbegebiet tatsächlich ist. Ziel: Rüegg will mit den Leuten reden und einen gemeinsamen Nenner finden. „Dazu wird es mit Sicherheit eine Veranstaltung geben.“ Die Bürger in die Prozesse miteinzubeziehen, ist ihm ohnehin wichtig. Was Rüegg zudem unter den Nägeln brennt - auch wenn er weiß, dass hier vieles nicht auf lokalpolitischer Ebene zu lösen ist - ist, die Landwirtschaft zu unterstützen. „Die Bauern haben große Nöte und Sorgen heute. Umso mehr brauchen sie Rückhalt aus ihrer Gemeinde. Die Frage ist, wie wir sie als Gemeinde bei der Weiterentwicklung ihrer Betriebe unterstützen können.“ 

„In 18 Jahren Gemeinderatsarbeit habe ich viel mitbekommen, zudem durch meinen Beruf auch regelmäßig Kontakt mit den Behörden gehabt,“ begründet der auch im Ehrenamt engagierte Rüegg seine Kandidatur - und: „Ich hänge an meiner Gemeinde, denn hier ist meine Heimat und dafür möchte ich mich auch einsetzen.“ Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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