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Im Gespräch mit Franz Wallner vom Einrichtungsbund Steinhöring

Mann Franz Wallner Einrichtungsbund Steinhöring
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Franz Wallner wird sein Amt beim Einrichtungsbund Steinhöring abgeben

„Hier darf man alles sein, nur nicht unzuverlässig“: Kurz vor Ende seiner jahrelangen ehrenamtlichen Arbeit am Einrichtungsbund Steinhöring, erzählt Franz Wallner von dieser schönen Zeit: was er erlebt hat und wie Corona alles veränderte

Steinhöring – Seit 1972 arbeitet Franz Wallner hauptamtlich für den Einrichtungsverbund Stein­höring, 2005 wurden die Ehrenamtlichen von Stein­höring ins Leben gerufen, um die Behindertenarbeit in der Einrichtung zu unterstützen. Seitdem ist Wallner federführend für die Themen Kultur und Ehrenamt zuständig. Diese Begriffe wurden unlängst um einen erweitert: Sport.
Franz Wallner möchte noch mehr Angebote machen können. Im Moment vor allem im sportlichen Bereich, wenn es die aktuelle Situation wieder zulässt. Ob es bei der Reittherapie, dem Schwimmunterricht oder sonstigen Sportarten ist, das wäre Franz Wallner egal. Ein Bewohner z.B. läuft Marathon berichtet er und das ziemlich gut. „Er läuft so lange, bis man Stopp sagt. Leider ließ er sich beim München Marathon kurz vor der Ziellinie in ein Gespräch verwickeln, so dass er seinen 2. Platz verlor, aber das ist nebensächlich, Spaß hat es dem Bewohner auch so gemacht.“

Diese Liste von Ehrenamtlichen umfasst viele Menschen, die für die Einrichtung ihre Freizeit zur Verfügung stellen.„Sie rufen an, sagen wie viel Zeit sie als Ehrenamtlicher investieren möchten und nennen ihre besonderen Fähigkeiten bzw. bei was sie Spaß haben und dann teilen wir sie entsprechend ein“, so unkompliziert läuft das bei Wallner.

Es gibt große auch internationale Projekte, jährlich wiederkehrende Projekte, wie das Zeltlager am Gardasee, das dieses Jahr zum 25. Mal hätte stattfinden sollen. 100 Personen sind dabei. 50 Teilnehmer, beim letzten Mal waren es 17 Rollstuhlfahrer, und der Rest ehrenamtliche Helfer.
Für die meisten geht es schon 2-3 Tage früher mit dem LKW nach Italien, um die Zelte, die Küche, die Technik usw. aufzubauen. „Der Koch für dieses Zeltlager ist seit 1994 dabei, als er bei uns Zivi machte. Viele Ehrenamtliche bringen ihre Familien, darunter viele Kinder, mit, das ist gelebte Integration“ schwärmt Wallner.

Der Theaterclub ist im Landkreis sehr bekannt. Ebenfalls seit 25 Jahren wird er angeboten. Jedes Jahr wird ein Theaterstück aufgeführt, damit aber alles glatt läuft, braucht es auch hier viele ehrenamtliche Helfer, Requisite, Licht, Ton allgemeine Technik zusammen mit den Schauspielern kommt man da schnell auf 30 Personen.
Der Corona-Stillstand war nichts für Franz Wallner. Sehr frustrierend das Ganze, aber eine Aktion gab es dennoch. Ein Kleiderhaus spendete sehr viel Kleidung für die Bewohner des Einrichtungsverbundes und da konnte Wallner wieder auf einige Ehrenamtlichen zurückgreifen, die die Waren sortierten, ein- und später verteilten. Sowas gibt es auch.

„Wir scharren mit den Füßen, wann es endlich wieder losgeht. Selbst wenn ich im Sommer aufhöre, geht es ungebremst mit meinem Kollegen Konrad Becker weiter“ mit diesen Worten wird Franz Wallner sein Amt abgeben. Er selbst wird dann natürlich auch ein Ehrenamtlicher werden. Hier bei uns darf man überall ­mithelfen und alles sein, was man will nur eines nicht: Unzuverlässig. Bei Interesse melden Sie sich bei Franz Wallner, Tel. (0 80 94) 18 21 23 oder Konrad Becker (0 80 94) 18 22 69.
Die Rubrik „Ehrenamt im LKR Ebersberg“ stellt im 14tägigen Rhythmus Ehrenamtliche aus Vereinen und Organisationen mit ihrem Engagement vor. Wenn auch Sie sich in dieser Rubrik vorstellen möchten, Sie Fragen oder Interesse am Ehrenamt haben, finden Sie Infos unter https://ehrenamt.lra-ebe.de. Wir freuen uns auch über Ihre E-Mail an demografie@lra-ebe.de.

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