Wie viele Ebersberger Landkreisbürger sind das erste oder zweite Mal geimpft oder schon geboostert?

Wie steht es um den Impfstatus im Landkreis?

Impfzentrum Ebersberg
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Personell gut ausgestattet sind die Corona-Impfeinrichtungen im Landkreis in Ebersberg und in Poing.

Ebersberger Impfzentrum bleibt bis Ende 2022 in Betrieb, bietet laufend Impfaktionen ohne Termin 

Landkreis - Stopp! Datenschutz! Konkrete Zahlen zum regionalen Impfstatus weisen die Statistiken offensichtlich nicht aus. „Gezählt werden nämlich die Impfdosen, die im Impfzentrum, von den mobilen Impf-Teams und den Hausärzten im Landkreis geimpft werden“, erklärte Brigitte Keller, Leiterin der Krisenteams im Landratsamt Ebersberg. Daher wird man seitens des Landratsamtes weiterhin vor Ort zum Impfen und Boostern motivieren, denn die Anzahl der Impfdosen in Relation zur Einwohnerzahl zeigen eine mäßige Impfbereitschaft der Bevölkerung im Landkreis. 

Hinzu kommt, dass der Landkreis Ebersberg im COVID-19-Dashboard des Robert Koch-Institut (RKI) in jüngster Zeit im oberen Drittel der Inzidenz-Liste zu finden ist. Doch noch wirke sich dies in der Belegung der Kreisklinik nicht aus, wie im Krisenstab am Dienstagmorgen dargestellt wurde. Von den aktuell zehn in der Kreisklinik behandelten Corona-Patienten lag in dieser Woche nur ein Patient auf der Intensivstation. Noch im Dezember waren bis zu 50 Corona-Patienten in der Klinik und zehn davon auf der Intensivstation, berichtete Landrat Robert Niedergesäß im Pressegespräch.

Zählt man bei den Corona-Impfungen allein die Impfdosen, werden hingegen für den Inzidenzwert die erkrankten Menschen gezählt.

 Aktuell sind 1.642 Menschen aus dem Landkreis Ebersberg positiv auf das Corona-Virus getestet. Bisher wurden insgesamt 16.807 Landkreisbewohner nachweislich positiv mit einem PCR-Test getestet. 14.920 gelten als geheilt, bisher sind 237 leider verstorben. So lautete die Meldung am Mittwoch aus dem Landratsamt.

„Addiert nicht Äpfel mit Birnen“, eine oft verwendetet Redewendung im Mathematik- Unterricht kommt einem da in Erinnerung. Dieses Beispiel trifft auch auf die Corona-Zahlen zu. Denn einmal werden für den Landkreis Ebersberg die Impfdosen gezählt und das andere Mal die erkrankten Landkreisbürger. Wie gut die Landkreisbürger wirklich geimpft sind, kann nicht genau gesagt werden, denn „viele Landkreisbürger arbeiten bei großen Unternehmen in München und könnten hier an deren Impfaktionen teilgenommen haben“, erklärte Brigitte Keller.

Man findet des Öfteren in unterschiedlichen Veröffentlichungen voneinander abweichende Zahlen zur gleichen Region. Meist sind es technische Probleme bei einzelnen Datenquellen, die dazu geführt haben. Zur Entwarnung gibt es im Landkreis keinen Grund, auch wenn die Krankheitsverläufe der Omikron-Variante milder verlaufen. Befürchtet werden steigende Krankmeldungen insbesondere bei Versorgungseinrichtungen. So wurden in den systemrelevanten Einrichtungen wie Krankenversorgung, Feuerwehr, Wasser- und Abwasserversorgung Strukturen wie Schichtbetrieb oder feste Arbeitsteams aufgebaut. Mehr noch wird in den sensiblen Bereichen der Grad der Krankmeldungen festgehalten, sind letztendlich Notfallpläne erarbeitet, wer wo einspringen kann. ar

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