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Nachverdichtung verändert Straßenbild grundlegend 

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Im Vordergrund der beliebte Fuß-/Radweg zwischen dem
 Bahnhof Grafing-Stadt und dem Ortsteil Öxing.
Mitten in Grafing wird sich der 60 Meter lange, neue Baukörper über zwei Grundstücke hinweg an der Lagerhausstraße erstrecken. Im Vordergrund der beliebte Fuß-/Radweg zwischen dem Bahnhof Grafing-Stadt und dem Ortsteil Öxing. © hr

In Grafing werden bis zu 25 Wohneinheiten an der Lagerhausstraße möglich

Grafing – Der Bauantrag zum „Neubau eines Mehrgenerationenhauses mit familien- und altengerechten Wohnungen, Gemeinschaftsräumen im EG und Tiefgarage in der Lagerhausstraße 4 und 6“ wurde erneut eingebremst. Zwei Stellplätze sind noch nachzuweisen und das Dachgeschoss in zwei Teile zu gliedern, damit das Gesamtgebäude mit seinen 60 x 16,2 Meter großen Grundfläche zumindest im Dachbereich nach außen hin wie zwei Gebäude wirkt. Gegen den ersten Vorbescheid zur Baumaßnahme aus dem Jahr 2020 wurde eine Anfechtungsklage erhoben.

Dieser erste Vorbescheid, der dem Bauherrn ein noch großzügigeres Bauen ermöglicht hätte, erwies sich als rechtswidrig und wurde vom Landratsamt Ebersberg zurückgenommen. „Aufgrund eines Verstoßes gegen das nachbarschützende Abstandsflächenrecht wäre dem Klageantrag stattgegeben worden“, informierte Grafings Bauverwaltung über die Hintergründe. Doch auch wegen der nicht vorbescheidsfähigen Regelungen über die Dachund Fassadengestaltung wurde der Vorbescheid zurückgenommen.

Anschließend wurde das Klageverfahren eingestellt. Der aufgrund der eingehaltenen Abstandflächen nun verkleinerte Baukörper des geplanten Mehrfamilienhauses benötigt noch immer eine vergleichsmäßig stattliche Grundfläche von 60 x 16,2 Meter. Das entspricht etwa der von 12 Doppelhaushälften ohne Abstand zu einander. Bis zu 25 Wohneinheiten sind derzeit in dem Baukörper geplant. Die dazugehörige Tiefgarage hat ihre Einfahrt in der Vazaninistraße.

Neben den familien- und altengerechten Wohnungen – einige sollen über 100 Quadratmeter groß sein – , sollen Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss eingerichtete werden. Es ist eine Wandhöhe von 9,17 m beantragt, die Firsthöhe des Mansarddaches beträgt 12,38 m. Für das Mansarddach ist eine Dachneigung von 45 Grad bis auf 11,89 m Höhe vorgesehen. Wegen dieser Höhe wurde seitens der Stadtverwaltung die Teilung des Dachgeschosses ins Spiel gebracht. Hierin stimmten die Stadträte zunächst nicht überein. „Wohnraum werde gebraucht“, so ihre Begründung. SPD-Stadtrat Christian Kerschner sah in den Planungen nicht das erwartete Mehrgenerationen-Haus und bat die Verwaltung künftig den Titel „Haus“ zu verwenden. ar

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