Der Mann in der Kist

Videoinstallationen in der alten Brennerei zu bewundern

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Die Künstlerin Judith Rautenberg

Judith Rautenbergs Videoinstallation „Again“ im Giebel der Alten Brennerei

Ebersberg – Wer am Abend Ebersbergs Fußgängerzone langschlendert, der sieht vom Bahnhof kommend im Giebel der Alten Brennerei einen Mann in einer Kiste. Er scheint nicht herauszukommen, tastet die Wände ab und bleibt gefangen. Was da zu sehen ist, ist ein Video der in Weimar lebenden Künstlerin Judith Rautenberg, das sie zur diesjährigen Jahresausstellung des Ebersberger Kunstvereins „Wo bitte geht´s nach Arkadien?“ beigesteuert hat. 

„Wo und wie finden wir Auswege aus Situationen, die uns immer wieder belasten?“ fragt uns die in Ebersberg geborene Rautenberg. Ihr Video „Again“ erinnert an Sisyphos. Sie führt uns den gequälten Menschen vor Augen, der nicht mehr aus seinem Käfig kann, das Hamsterrad dreht immer weiter. Rautenberg ist im Landkreis groß geworden, hat nach ihrem Abitur in Grafing an der Akademie für Bildende Künste Wien, an der LMU München und an der Bauhaus Universität in Weimar studiert. Heute lebt sie als freischaffende Videokünstlerin und Fotojournalistin im thüringischen Weimar. 

Ihr Interesse gilt den Filtermechanismen unserer Wahrnehmung. In ihren raumbezogenen Videoinstallationen und immersive Environments begreift sie den Menschen dabei als „multisensorisches“ Wesen, der eine Vielzahl von Sinnesreizen, wie Sehen, Hören oder Fühlen braucht, um unsere Umwelt überhaupt wahrnehmen zu können. red

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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