Eigener Verein soll Jugendzentrum selbst verwalten

JUZ-Provisorium eröffnet

Die Bar des neuen Jugendzentrums in Vaterstetten
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Die schicke Bar im JUZ BaVa haben sich die Jugendlichen selbst gebaut.

Vaterstetten hat in der früheren Mittelschule ein Jugendzentrum eingerichtet. Ein eigens gegründeter Verein soll es selbst verwalten.

Vaterstetten – „Ohne Dich hätten wir es nicht geschafft!“ Der Dank der Jugendlichen bei der Eröffnung des neuen Jugendzentrums gebührte Bürgermeister Leonhard Spitzauer. Er hatte sich für einen festen Treffpunkt für die Jugendlichen stark gemacht. Bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten war man schließlich in der ehemaligen, leerstehenden Mittelschule an der Johann-Strauß-Straße fündig geworden. Mit vergleichsweise wenig Aufwand wurden die ehemalige Aula, Sekretariat und Lehrerzimmer im Erdgeschoss in Jugendräume umgewandelt. Bei den Renovierungsarbeiten packten die Jugendlichen tatkräftig mit an und erledigten viele Arbeiten in Eigenregie. Unterstützt wurden sie dabei von einem Bauhofmitarbeiter, der sie ehrenamtlich anleitete. Entstanden sind so freundliche Räume, in denen man etliche Sitzgelegenheiten sowie eine kleine Getränkebar findet. Außerdem stehen ein Kicker, ein weiterer Spieletisch und – etwas eigenartig – ein altes Trimm-Rad rum. Die offizielle Öffnung soll am 15. November stattfinden. Weitere Infos finden sich unter JUZ BaVa auf Facebook und Instagram. Mit offiziellen Öffnungszeiten halte man sich derzeit noch etwas zurück, so der stellvertretende Vorsitzende Jonas Reibetanz. „Das soll sich langsam eingrätschen.“

Letztlich sei die Eröffnung der Beharrlichkeit der jungen Leute zu verdanken, sagt Spitzauer. Die hätten nicht nur gefordert, sondern würden viel Einsatz zeigen. Dazu gehört auch die Gründung eines eigenen Vereins namens „JUZ BaVa“, der künftig den Treffpunkt mit Unterstützung durch die Gemeinde verwalten soll. Dafür habe das Rathaus „Spielregeln“ vereinbart, betont der Bürgermeister.

Unter anderem muss der Vorsitzende über 18 Jahre alt sein und die Vorstände müssen Jugendleiter-Ausbildungen absolviert haben. „Der Schlüssel zum Erfolg ist die Jugendliche Selbstverwaltung“, glaubt Spitzauer. „Da wird dann auch mehr draufgeschaut und mehr Verantwortung gezeigt.“

Zusätzlich haben die Jugendpflegerinnen der Gemeinde ein Auge drauf. Sie haben sich im alten Direktorat eine Außenstelle eingerichtet. Denn auch der „Jugendraum Vaterstetten“, der nachmittags für jüngere Kinder geöffnet hat, ist von der Carl-Orff-Straße ins neue JUZ umgezogen.

Die nächsten vier Jahre wird das JUZ-Provisorium voraussichtlich in der alten Schule bleiben. Geplant ist, dass mit Fertigstellung des Neubaugebiets Vaterstetten-Nordwest das heutige OHA vom Hans-Luft-Weg in neue Räume am künftigen Quartiersplatz umzieht. Danach ziehen die Jugendlichen ins Gebäude am Sportzentrum. „Das einstige JUZ kann dann wieder JUZ werden“, so Spitzauer. die

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