Lesekerle der Grafinger Stadtbücherei

(Fach)Literatur für Jungs

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Volle Runde, volle Konzentration: Die Lesekerle in der Grafinger Stadtbücherei

Jungs und Bücher? Das klappt super. Man muss sich nur die Lesekerle der Stadtbücherei Graifng anschauen. Deren Leiter, Wolfram Staude, übergibt jetzt die Leitung an Uli Schäffner. Was bleibt: Spannende Themen für Jungs

Grafing – Römer und Indianer, Feuerwehr und Polizei, Raumfahrt und Dinosaurier, Besichtigungen von Handwerkern oder Museen – die Lesekerle der Stadtbücherei Grafing behandeln wesentlich mehr, als dies der Name eigentlich vermuten lässt. Über 70 Themengebiete waren es in den letzten Jahren. Jungs müssen bei den Lesekerlen keine „Rolle“ spielen Jeden ersten Montag im Monat treffen sich circa 20 bis 25 Jungs im alter von sechs bis zehn Jahren in der Stadtbücherei in Grafing. 

Das Ziel: Die Buben an interessante Themen, an das Medium Buch und – im Speziellem – an Fachbücher heranzuführen. In den letzten Jahren war hierfür Wolfram Staude verantwortlich, der jetzt die Leitung an Uli Schäffner weitergeben. Viel dreht sich dabei um das Lesen, einzelne Themengebiete werden jedoch auch anschaulich erläutert – so kam es schon vor, dass ein Streifenwagen der Polizei vor der Stadtbücherei vorfuhr. Die Jungs lernen dabei, sich einem, zum Teil anspruchsvollen Thema, strukturiert zu nähern. 

Aber auch das Verhalten in der Gruppe, freies Reden, Lesefreunde und Konzentration werden ganz nebenbei geschult. Für Wolfram Staude war es interessant zu beobachten, wie sich die zunächst zurückhaltenden kleinen Buben zu selbstsicheren Jungs entwickelten und die Welt der (Fach)bücher kennen lernten. Und das es sich dabei um eine reine Jungs-Gruppe handelt, hat durchaus auch seine Gründe. „Die Jungs müssen keine Rolle spielen, wenn keine Mädchen dabei sind“, erklärt Staude. „Für manche Buben, in deren Welt zum Teil vorwiegend Frauen vorkommen, war es sicher prägend, sich bei den Themen mit der Sichtweise eines Mannes auseinander zu setzen. Denn Buben sind nicht wie Mädchen zu behandeln, sie verhalten sich anders und interessieren sich mehr für die Bubenthemen.“ Wolfram Staude (73) wird dieses Wissen nun zukünftig an seine drei Enkel weitergeben. Uli Schäffner wird als erfahrener Lehrer diese wichtige Arbeit mit den Lesekerlen in diesem Jahr fortsetzen. sc

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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