Grafinger Haushalt 2020

Grafings Schulden steigen

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Dem geforderten Stand der Technik ist auch im Schwimmbadbereich Rechnung zu tragen - doch darf im Sommer noch geschwommen werden.

Kinderbetruung, Breitbandausbau, Straßenbau – das alles kostet Geld. In Grafing diskutierten die Stadträte den Haushalt 2020

Grafing – Das Haushaltsvolumen 2020 der Stadt Grafing wächst rasant. Dennoch ist das Gesamtvolumen von knapp 50 Millionen für eine Kommune mit 14.000 Bürgern keineswegs außergewöhnlich hoch. Der Verwaltungshaushalt umfasst 29 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt mit seinen Investitionen 21 Millionen Euro . Der Kreditbedarf ist in Höhe von 6,7 Millionen Euro definiert, um den steigenden Anforderungen für die Infrastruktur Rechnung tragen zu können. Gesetzliche Änderungen erfordern hohe Investitionen in die Kinderbetreuung, denn Kitaplätze müssen seitens der Stadt gestellt und die Schule (Ganztagesschule) dringend erweitert werden. Der Breitbandausbau kostet trotz Förderung Geld. Doch nicht nur das, auch die in die Jahre gekommenen kommunalen Gebäude sind Instand zu halten; Gleiches gilt für die Straßen und nicht zuletzt fürs Schwimmbadgebäude. 

Kämmerer Christian Bauer ließ das Balken-Diagramm im Jahr 2023 auf 47 Millionen Schulden ansteigen – 26,5 Millionen Euro rechnete er der Stadt zu und 20,6 Millionen Euro den Stadtwerken.Letzte gehören gemäß der Kommunalen Haushaltsverordnung (KommHV) zu den kostenrechnenden Einrichtungen, wie Kämmerer Bauer bestätigte. Diese streben zwar keine Gewinnerzielung an, deren entstehenden Kosten sind aber auch zeitnah auf die Verbraucher (von Wasser und Abwasser) umzulegen. 

In den vergangenen zwei Jahrzehnten ging der Schuldenstand der Stadtwerke nie gegen Null sondern verblieb meist auf dem Niveau von zehn Millionen Euro. Den Ausgaben der Stadtwerke-Ausgaben stehen die Einnahmen an Gebühren für Wasser und Abwasser von den Verbrauchern sowie über einen Teil der Erschließungskosten bei Neubauten gegenüber. Von rund 18 Millionen Euro werden Kitaplätze, Straßen und Feuerwehrfahrzeug, aber auch die Kredit-Tilgung (eine Million Euro) finanziert. Im Einzelnen wollten die Stadträte bis zur nächsten Stadtratssitzung noch Änderungen. Moniert wurde, dass im Haushalt keinerlei Finanzmittel für die Hochwasserbeseitigung eingestellt sind. Die Anregung, die Sportstättenanbindung ins nächste Jahr zu verschieben, lehnte Obermayer ab, da hiermit gleichzeitig die Baustraße für die Kita an der Forellenstraße sichergestellt werden könne. Josef Rothmoser (CDU) räumte ein, dass die Schuldenentwicklung nicht überraschend sei. Man habe in den vergangenen Jahren enorme Investitionen auf sich genommen. Man solle nicht zurück, sondern nach vorne schauen. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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