Inbetriebnahme 2023

Geplantes Kinderhaus in Grafing wird verschoben

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Viele Baukräne waren in den vergangenen Jahren rund um das geplante Grafinger „Kinderzentrum Am Stadion“ zu sehen. Vielleicht seht ein Baukran für das KiZ im kommenden Jahr.

Das Kinderzentrum am Stadion in Grafing soll reduziert werden. Aktuell bestehe in Grafing kein Bedarf an Kita-Plätzen, so die Verwaltung

Grafing – Gut 10,1 Millionen Euro für das Kinderzentrum am Stadion wollen Grafings Stadträte derzeit nicht ausgeben. Die Baukosten sollen auf etwa acht Millionen Euro gedeckelt werden. Hierzu sollen der Stadtrat von der Nutzung und die Architekten vom Gebäude Abstriche machen. Die Zeit für all dies ist da, da Grafing derzeit über rund 20 freie Kita-Plätze verfügt, wie Bürgermeister Christian Bauer erläuterte. Der Baubeginn soll im Mai 2021 und die Inbetriebnahme Frühjahr 2023 erfolgen

 Nach dem Mammutprojekt Grundschulerweiterung für rund 13 Millionen Euro, – das teuerste Projekt, das Grafing je realisiert habe, wie Christian Bauer einfügte, könne sich die Stadt Grafing kein weiteres derartiges Projekt leisten. Daher müsse man Abstriche beim geplanten Kinderzentrum machen. Zudem, so hoffte Bauer, dass man neben den bekannten Fördermitteln des Freistaates auch von den angekündigten, möglichen Bundesmittel für die Kinderbetreuung abgreifen könne. Seitens der Verwaltung ließ man die Planungsgeschichte des Kinderzentrums am Stadion von 2012 bis heute Revue passieren. Vom einst geplanten Giga-Kinderhaus brachten die möglichen Kita-Betriebsträger die Stadt dazu, sich auf sechs Gruppen zu beschränken. Reduziert wurden auch die Möglichkeiten, hier ein Haus der Vereine zu errichten. Im Dezember 2019 sollten neben der Kinderbetreuung allein dem „Chaxter“, der städtischen Schülerbetreuung und dem Grafinger Jugendorchester sowie, falls möglich, einigen ausgewählten Vereinen die multifunktionalen Räumlichkeiten im Norden des langgestreckten Gebäudes mit eigenem Eingang vorbehalten bleiben.

Deutlich machten im Dezember alle Stadtrats-Fraktionen, dass keine weitere Bildungseinrichtung im Kinderzentrum „Am Stadion“ Räumlichkeiten erhalten solle. Das Investitionsvolumen lag bei geplanten rund 8,5 Millionen Euro. Auch in Anbetracht dessen, dass es Zeitverzögerungen gäbe, wenn man jetzt mit weiteren Planungen die Kosten reduzieren möchte, wurden Einsparungen vorgeschlagen. Der Kostendeckel sollte bei acht Millionen Euro liegen. „Nein, sieben Millionen“, befand Walter Schmidtke von der Bayernpartei. „Kein Geschachere um die Deckelung der Investitionskosten des KiZ“, mahnte Christian Einhellig (Freie Wähler) seine Ratskollegen. „Auch der Stadtrat muss Abstriche bei seinen Ansprüchen an das Gebäude machen“, so Einhellig und hinterfragte, ob man das Haus in Niedrig-Energie-Bauweise errichten müsse. Christian Kerschner-Gerling (SPD) hatte auf drei Seiten seine Zweifel zur Notwendigkeit „des hohen technischen Standards des Projekts“ dargelegt. Dazu gehörten der „Einbau dezentraler Lüftungsgeräte“ statt einer „kontrollierten natürlichen Lüftung“, auch der Einbau einer Kühlanlage sowie der Einbau eines Aufzuges. Zu prüfen sei, ob jeder Gruppenraum einen eigenen Ruheraum benötige, die Sanitärräume nicht kostensenkend zusammengelegt und die Brandmeldeanlage durch Brandmelder ersetzt werden könnten. Ebenso will Kerschner-Gerling wissen, ob der Kinderwagenraum innerhalb der Wärmehülle liegen müsse und, ob sich eine PV-Anlage nur für den Eigenbedarf wirklich rechnet.ha

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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