Kinderarzt in Kirchseeon?

Hoffnung auf einen Kinderarzt in Kirchseeon

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Dr. Ulrike Seidl (hier mit ihrem Ehemann Dr. Sperl) hatte sich bereits um eine Zulassung als Kinderärztin in Kirchseeon beworben. Jetzt haben sich ihre Chancen verbessert.

Nach neusten Berechnungen könnten sich dieses Jahr im Landkreis neue Kinderärzte niederlassen. Das macht Kirchseeon Hoffnung

Kirchseeon – Noch herrscht in der Marktgemeinde Kirchseeon in puncto Kinderarzt Ebbe. Der Schlüssel zur Verteilung und Ansiedlung ärztlicher Dienstleistungen im Landkreis Ebersberg durch die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) hatte dies bislang zur Folge gehabt (wir berichteten). Im vergangenen Jahr gab es laut „Bedarfsplanungsarztgruppe Kinder- und Jugendärzte“ zehn Fachleute, davon sechs allein in Poing. 

Im Landkreis-Norden waren es acht Kinderärzte, im Süden nur zwei. Insgesamt gibt es im Kreis Ebersberg 26.505 Einwohner unter 18 Jahren. So wurde ein Versorgungsgrad von 76,89 Prozent erreicht (Stand: 5. Dezember 2019). Nachdem der Verteilerschlüssel zur Arztansiedlung jährlich neu berechnet wird, gab das KBV bekannt, dass es heuer landkreisweit 2,25 zusätzliche Kinderarzteinrichtungen geben soll. Bewerbungen müssten bis Ende Februar eingereicht werden. Jan Paeplow, Bürgermeisterkandidat der CSU in Kirchseeon, informierte in einer Pressemitteilung, dass man die Bewerbung einer Ärztin aus der Marktgemeinde begrüße und unterstützen werde: „Einen direkten Einfluss kann ich sicher nicht nehmen. Aber ein klares Signal in Form eines Anschreibens und einem Kontakt, dass wir eine Bewerbung unterstützen und den Bedarf unterstreichen, kann sicher hilfreich sein“, so Paeplow auf unsere Nachfrage. 

Die Chancen scheinen gar nicht schlecht zu stehen, denn der stellvertretende Vorsitzende der Kirchseeoner CSU sagte dieser Zeitung, dass er von weiteren Bewerbungen im Landkreis nichts wisse. Im Sommer hatte sich bei einer Infoveranstaltung der Unabhängigen Wählergemeinschaft Kirchseeon eine Kinderärztin zu Wort gemeldet, die aufgrund (noch) mangelnder Zulassung nur junge Patienten mit Privatversicherung versorgen durfte (wir berichteten). Nun könnte sie auf einen positiven Bescheid hoffen. osw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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