Massiver Solarausbau

Kirchseeon mobilisiert Klimaschutz

PV-Anlagen auf Dach
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Kirchseeon verkleinert mit PV-Anlagen den CO²-Fußtritt

„Jetzt Nägel mit Köpfen machen“, dies will Kirchseeons Bürgermeister beim Klimaschutz in seiner Marktgemeinde.

Kirchseeon - Um dies zu verwirklichen, hatte der Gemeinderat in der ersten Märzsitzung die Möglichkeit einem Großprojekt für Solarenergie zuzustimmen: Gemeindeeigene Gebäude sollen mit großflächigen PV-Anlagen ausgestattet werden. Sprich: Solaranlagen auf Dächern, die dafür besonders geeignet sind. Welche dafür in Frage kommen, hatte die Energieagentur Ebersberg-München heraus gefunden.

Immerhin sind es laut Sachvortrag sechs große kommunale Liegenschaften mit reichlich Platz für Solarzellen: Das Rathaus, die Schule in Eglharting, am Bauhof, das ATSV-Vereinsheim, die Kiga „Spatzennest“ und Freiwillige Feuerwehr Kirchseeon Dorf. Selber machen oder über das EBERwerk? Das war die große Frage an diesem Abend, der vor allem mit Bauanträgen nur so gespickt war.

Am Rande: Ein Antragsteller zeigte sich angesichts der ewigen und für seinen Antrag ungünstigen Diskussion wegen seiner erwünschten Pultdachgarage mehr als enttäuscht und verließ schon vor Beschluss für oder gegen ihn laut schimpfend die Tagungsstätte. Ruhiger verlief die Debatte um die Verwirklichung der Photovoltaik-Maßnahmen. Reizvoller als die Zusammenarbeit mit dem EBERwerk als Investor erschien der Verwaltung die Realisierung der Vorhaben aus Eigenmitteln. Denn bei einer Fremdleistung ergäbe sich nach einer Laufzeit von 20 Jahren ein finanzielles Plus von gut 64.000 Euro.

Doch: Trotz hoher Investitionskosten „übersteigt das Gesamtergebnis dieser Variante den zu erwartenden Gewinn um über 93.000 Euro “, so Klimaschutzmanagerin Melanie Fuchs, die sich für die Eigenintitaive aussprach. Immerhin könnte die Installierung der PV-Anlagen bis Ende diesen Jahres abgeschlossen sein und dann hätte man das erreicht, was Bürgermeister Jan Paeplow als nach außen hin einen kleinen, aber für die Marktgemeinde sehr großen Schritt für den Klimaschutz bezeichnete. Im Klartext: Eine Verringerung von CO²-Emissionen von 90 Tonnen pro Jahr würden erreicht. Die große Mehrheit der Ratsmitglieder war dafür.

Oliver Oswald

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