Aus dem Kirchseeoner Gemeinderat

Flohkiste Kirchseeon erhält rettenden Zuschuss

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Die Flohkiste nutzt für die Kinderbetreuung auch Räumlichkeiten an der evangelischen Kirche in Kirchseeon.

Kirchseeons Gemeindekasse soll Ende des Privatkindergarten Flohkiste abwenden

Kirchseeon – Kinderbetreuung schon für die Kleinsten ist heutzutage keine Ausnahme mehr. Oftmals sind beide Elternteile berufstätig, steigende Lebenshaltungskosten und Mieten sind mit Anlässe dafür. Im Gebiet der Marktgemeinde Kirchseeon gibt es immerhin elf Betreuungseinrichtungen für Kinder. Besonders erwähnenswert ist hierbei der eingetragene Verein „Flohkiste“, da er nicht von einer caritativen oder kirchlichen Einrichtung unterhalten wird, sondern 1995 aus einer Privatinitiative entstanden ist. 

„Wir sind sehr froh, dass es diesen Privatkindergarten gibt, er entlastet uns sehr“, so Bürgermeister Udo Ockel im Gemeinderat, wo es um die Erhöhung des jährlichen Finanzzuschusses ging. Anlass: Zwar erhält der Verein bislang Unterstützung von 15.000 Euro per anno, doch die monetäre Lage scheint im Argen. 

Am 21. März hatten die Betreiber dieses Vorkindergartens einen zusätzlichen Zuschuss von 7.000 Euro beantragt, „um den Erhalt des Vereins zu sichern.“ Und: „... hat die Flohkiste 2019 ein erhebliches Defizit im Haushaltsplan“, so im Schreiben an die Gemeindeverwaltung. Man arbeite freilich intensiv an einem Plan zur Kostensenkung, heißt es dort weiter. Aber ein stetiges Wachstum auf vier feste Tage pro Woche für zwei Gruppen à zwölf Kinder sowie steigende Personalkosten für die vier Betreuerinnen schlagen eben zu Buche. Hinzu kommen die Mietzahlungen für angemietete Betreuungsräume, etwa bei der AWO in Eglharting. Dass die Flohkiste aufgrund ihres pluralen Angebots bei den Eltern sehr geschätzt werde, wurde im Sachvortrag betont. Und im Vergleich zu sonst üblichen Betreuungen mit kindbezogener Förderung nach Bayerischem Gesetz sei dies „eine für den Markt Kirchseeon kostengünstige Alternative.“ 

Der Zuschuss wurde somit einstimmig auf 22.000 Euro erhöht. Bei trotzdem verbleibendem Defizit würde die Gemeindekasse dieses übernehmen. Zwar nur bis 25.000 Euro pro Jahr, aber die Schließung der Flohkiste scheint zunächst vom Tisch. osw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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